Erneuerbare Energien: Greenpeace und Desertec – Ökostrom wirtschaftlich

Greenpeace unterstützt die am 13.07.2009 von zwölf Unternehmen gegründete Desertec Industrie Initiative (DII) zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Nordafrika: Die Umwelt-NGO hält die geplanten solarthermischen Kraftwerke für eine gangbare Alternative zu Atom- und Kohlekraft und fordert von der Bundesregierung sichere politische Rahmenbedingungen für die geplanten Investitionen von rund 400 Milliarden Euro. Greenpeace hatte zusammen mit dem Club of Rome, der an der Konzeptentwicklung für Desertec beteiligt war, und der Desertec Foundation beim Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie eine Studie zum wirtschaftlichen Potential der DII in Auftrag gegeben. Deutschland könne durch den Bau solarthermischer Kraftwerke von 2010 bis 2050 „mit einer Wertschöpfung von bis zu zwei Billionen Euro profitieren“, lautet das Ergebnis der am 26.05.2009 publizierten Studie. – Die Wirtschaftlichkeit Erneuerbarer Energien belegt eine am 13.07.2009 vorgestellte Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH): Ökostrom ist statistisch gesehen nicht teurer als Atomstrom, da die Stromtarife für Privatverbraucher mit dem Anteil von Atomenergie im Strommix steigen, so das Ergebnis eines repräsentativen Preisvergleichs von über hundert Stromtarifen im gesamten Bundesgebiet.

, Ausgabe 92 Juli 2009
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