FAZ: „Normatives Vakuum“ in der Betriebswirtschaftslehre

So manches Unternehmen ist unter Druck geraten, seit in den USA unter Präsident Donald Trump ein anderer Wind weht. „So hat etwa die US-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, dem Druck der neuen Trump-Regierung nachgegeben und sich verpflichtet, bestehende Programme zur Förderung von Diversity, Equity & Inclusion (DEI) einzustellen. Auch Schweizer Firmen wie die Pharmakonzerne Roche und Novartis haben ihre Diversitätsziele ausradiert“, schrieben Thomas Beschorner und Blagoy Blagoev von der Universität St. Gallen in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Sie nahmen diese Entwicklung zum Anlass, das „monorationale Verständnis von Unternehmen“ und das „normative Vakuum“ in der Betriebswirtschaftslehre zu kritisieren. „Geflissentlich übersehen werden in einer konventionellen BWL zentrale Einsichten der modernen Organisationstheorie und der systemischen Managementlehre, die sehr deutlich zeigen, dass unternehmerische Entscheidungen aufgrund ihrer Interdependenz mit der gesellschaftlichen und ökologischen Umwelt niemals in Isolation getroffen werden können – und sollten!“, so Beschorner und Blagoev. Ihr Gastbeitrag erschien online am 13. Juni 2025 unter dem Titel „Die blinden Flecken in der Betriebswirtschaftslehre“.

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, Ausgabe 267 Juni 2025