FAZ: Stiftungen mit Vorschlag für Bildungsförderung, aber ohne gemeinsame Strategie

Bildungsförderung, die vom Kind ausgeht, stand im Mittelpunkt einer fachpolitischen Tagung am 15. Januar 2026 mit Politikern aus Bund und Ländern sowie 23 Stiftungen, die in der „Initiative BildungsgeRECHTigkeit“ zusammengeschlossen sind. Am 17. Januar 2026 berichtete Heike Schmoll in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) darüber. Unter dem Titel „Gegen das Silodenken in der Bildung“ zeichnete sie ein ambivalentes Bild von den zivilgesellschaftlichen Akteuren. Einerseits brachten sie den Vorschlag ein, zentrale Steuerungsplattformen auf Landes-, Bezirks- und kommunaler Ebene einzurichten, um die Akteure besser zu koordinieren. Damit sollen die Blockaden durch die schwierige Zuständigkeitsaufteilung von Bund und Ländern überwunden werden. Ziel ist, Mittel für frühkindliche, schulische und außerschulische Bildung bedarfsgerecht vom Kind ausgehend zuzuweisen. Andererseits stellte Schmoll fest, es gebe „kein von allen Akteuren gemeinsam getragenes Zielbild und auch keine Gesamtstrategie für die Bildung“. Selbst die vermeintliche Selbstverständlichkeit, dass Kinder und Jugendliche im Zentrum stehen sollen, werde unterschiedlich verstanden. Schmolls Bericht endet mit ungewisser Aussicht: „Die Stiftungen sind davon überzeugt, dass sich das Grundrecht auf Bildung, das vom Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom November 2021 festgestellt hat, durch ein handlungsfähigeres Bildungssystem einlösen lässt. Dafür brauchen sie die Bildungsministerkonferenz, die sich bisher wenig kooperationsbereit zeigt.“

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, Ausgabe 273 Januar 2026