FAZ: Zivilgesellschaft schlechter als ihr Ruf

    Partizipation und Engagement sind nicht per se Mittel gegen Rechtsextremismus und Rechtsruck, denn zur damit angesprochenen Zivilgesellschaft gehörten auch die rechtsgerichteten Bewegungen wie “Pegida”: In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung warf am 16. April 2018 Prof. Dr. Franz Walter, ehemaliger Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung, einen Blick in die deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und fand eine “antiliberale Zivilgesellschaft”, die desintegrierte und spaltete. “Ohne die entfesselte Zivilgesellschaft von rechts wäre die plebiszitäre Wucht und Durchsetzungspotenz des Nationalsozialismus schwer vorstellbar gewesen”, schrieb er und nannte es eine “fahrlässige Vermutung”, dass eine “ausgeprägte Zivilgesellschaftlichkeit per se zu einer Stabilisierung und Vertiefung von Demokratie und zu gesellschaftlichem Zusammenhalt führen werde”. Der Gastbeitrag war mit “Die Janusköpfigkeit des linksliberalen Leitmodells” betitelt.

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    Ausgabe 188 April 2018