„FJSB“: Frust und Professionalisierung

Für den Mitgliederbestand von Vereinen ist die Corona-Pandemie ein Rückschlag, stellen Prof. Dr. Annette Zimmer und Dr. Eckhard Priller im Forschungsjournal Soziale Bewegungen (FJSB Jg. 34, Heft 2, Juni 2021) fest. Nicht nur stockte die Anwerbung neuer Mitglieder – es traten auch vermehrt Mitglieder aus. „Bei vielen Engagierten hat ein gewisser Frust eingesetzt. Sie finden sich nicht wertgeschätzt und ihr Engagement in Frage gestellt, da dieses offenbar ersatzlos wegfallen kann“, so die Autoren. Die Mehrbelastung für die Führungskräfte in den Organisationen habe zu vermehrter Umverteilung auf hauptamtliche Mitarbeiter geführt. Insofern führe die Krise auch zu einer Professionalisierung. Zimmer und Priller haben für ihre Zusammenfassung die vorliegende Studienlage sondiert. Der Beitrag heißt „Zivilgesellschaft im Corona-Abseits?“ und ist Teil des Heftschwerpunkts „Abstand von Protest oder Protest auf Abstand? Soziale Bewegungen in der COVID-19 Pandemie“.

forschungsjournal.de/jahrgaenge/2021heft2

, Ausgabe Juli 2021