Am 24. Februar 2026 jährt sich zum vierten Mal der Beginn des Angriffskriegs Russlands in der Ukraine. Den Krieg mit Leid, Vertreibung und Zerstörung durchzuhalten, erfordert eine starke, resiliente Zivilgesellschaft.
So floh 2022 aus der kleinen Stadt Voznesensk im Süden der Ukraine fast die Hälfte der 34.000 Einwohner, als zu Beginn des Krieges die russische Armee einrückte. Jetzt fehlen Arbeitskräfte, andererseits brauchen tausende Geflüchtete aus russisch besetzten Gebieten und Kriegsveteranen in der Stadt Unterstützung. „Wir müssen die Leute in der Region halten“, sagt Victoria Baltser von der Bürgerstiftung Voznesensk im Interview mit bürgerAktiv.
Unterstützung kommt unter anderem aus Deutschland. Die Aktive Bürgerschaft sammelt mit dem Ednannia-Hilfsfonds Spenden speziell für die ukrainischen Bürgerstiftungen, die das Geld bedarfsgerecht vor Ort verteilen können. Und deutsche Bürgerstiftungen engagieren sich von Kriegsbeginn an für die Ukraine und die Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind.
Lesen Sie im Fokus „Die Leute halten“ – Engagement in der Ukraine“ folgende Beiträge:
„Wir müssen die Menschen in dieser Region halten“
140 Kilometer nördlich der Front im Süden der Ukraine kämpft die kleine Stadt Voznesensk um ihr wirtschaftliches und gesellschaftliches Überleben im Krieg. Viele Menschen flohen, viele andere kamen – aus den besetzten Gebieten und als Kriegsveteranen. Es fehlen Arbeitskräfte und Wohnraum. Victoria Baltser, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Voznesensk, berichtet, wie die Bürgerstiftung mit Qualifizierungsangeboten, Rehabilitation und technischer Hilfe den Menschen den Rücken stärkt.
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Von der Nothilfe zu Resilienz und Integration
Zu den Organisationen, die nach dem Ausbruch des Kriegs 2022 die Ukraine unterstützten und den Menschen halfen, die in Deutschland Zuflucht suchten, gehörten von Anfang an auch die deutschen Bürgerstiftungen. Nach vier Jahren hat sich ihre Unterstützung verändert. Welche Herausforderungen jetzt im Mittelpunkt stehen, zeigt sich in Stuttgart und Aachen.
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Hilfe für die ukrainische Zivilgesellschaft: Der Ednannia-Hilfsfonds der Aktiven Bürgerschaft
Mut machen, Strukturen erhalten, Wiederaufbau ermöglichen: Die 30 Bürgerstiftungen in der Ukraine sind wichtige Drehscheiben, denn sie kennen sich vor Ort aus und wissen, was wo gebraucht wird. Deshalb unterstützen Spenderinnen und Spender aus Deutschland sie mit dem Ednannia-Hilfsfonds der Stiftung Aktive Bürgerschaft. Bis Ende 2025 gingen rund 328.500 Euro ein. Der Hilfsfonds sammelt weiter Spenden.
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„Ednannia-Hilfsfonds – ‚Wir wollen ein Leben in Würde leben!’“ von Bernadette Hellmann und Gudrun Sonnenberg in Stiftung & Sponsoring 01/2024 hier herunterladen
„Wir versuchen standzuhalten“ Olga Nikolska von Ednannia auf der Geberkonferenz 2022 für den Ednannia-Hilfsfonds HIER NACHLESEN
„Standhalten, Kraft geben“ bürgerAktiv Magazin, Seite 42-43 hier herunterladen
Foto: Bürgerstiftung Voznesensk