Eine wachsende Zahl an Menschen entscheidet sich, ihren Nachlass ganz oder teilweise an eine gemeinnützige Organisation zu spenden oder zu stiften. Die solchermaßen bedachten Vereine und Stiftungen danken es, schließlich eröffnen die Zustiftungen und Spenden neue Handlungsmöglichkeiten. Doch das Erbe anzutreten, ist auch eine Aufgabe.
Wird etwa eine Organisation als Alleinerbin eingesetzt, muss sie auch den Haushalt der verstorbenen Person auflösen und die Bestattung organisieren. Enthält ein Testament noch weitere Vermächtnisse, beispielsweise, Teile des Geldes an andere Organisationen oder Personen weiterzugeben, stellt sich die Frage, wie viel eigentlich für die erbende Organisation übrigbleibt. Manchmal kann eine Erbschaft auch mit einem schwierig zu erfüllenden Zweck verbunden sein, sei es, dass er zu eng gefasst ist, sei es, dass er nicht zur Organisation passt – so kann eine Bürgerstiftung, die lokale Zwecke erfüllen muss, ein Erbe nicht antreten, wenn es für Tierschutz in Afrika verwendet werden soll.
Der Fokus „Wenn Stiftungen erben“ beleuchtet, warum die Option, ihren Nachlass zu stiften, für viele Menschen eine Überraschung ist, wie große Zustiftungen aus Nachlässen sich in einer Bürgerstiftung auswirken und wie Bürgerstiftungen mit unterschiedlichen Ressourcen die Nachlassabwicklung bewältigen.
Lesen Sie im Fokus „Wenn Stiftungen erben“ folgende Beiträge:
„Die meisten sind überrascht“
Hospize, Tierheime und Bildung für Kinder stehen weit oben, wenn vermögende Erblasser Gutes tun wollen. Uwe Schnurr, Stiftungsmanager in der Volksbank pur und ehrenamtlicher Vorstand der Bürgerstiftung Baden-Baden, berichtet aus dem Alltag der Generationenberatung. Die Option, zu stiften, ist für viele seiner Kundinnen und Kunden eine Entdeckung.
Zum Interview
Bürgerstiftung St. Georgen: Plötzlich eine große Stiftung
Plötzlich und ohne Vorabinformation fand sich 2022 die Bürgerstiftung St. Georgen als Alleinerbin eines kompletten Nachlasses wieder. Eine große Überraschung, aber auch eine große Herausforderung für das kleine Team der Bürgerstiftung. Wie hat sie diese gemeistert?
Zum Beitrag
BürgerStiftung Hamburg: Neues Handlungsfeld entwickelt
Erbschaften haben wesentlich zur Entwicklung der BürgerStiftung Hamburg beigetragen. Als größte Bürgerstiftung Deutschlands setzt sie extra Ressourcen für die Abwicklung von Nachlässen ein. Doch als einmal eine Erbschaft mit der Auflage verbunden war, sich für Umweltschutz zu engagieren, musste sich die BürgerStiftung Hamburg etwas einfallen lassen.
Zum Beitrag
Zahlen: Sicher ist nur das große Potenzial
Neun Billionen Euro: So hoch ist laut Bundesbank das Vermögen aller Menschen in Deutschland. Gut ein Drittel davon – mehr als 3 Billionen Euro – dürfte in den vergangenen zehn Jahren vererbt worden sein, das wären rund 300 Milliarden Euro pro Jahr. Doch wieviel davon geht an gemeinnützige Organisationen?
Zum Beitrag
Musik, Frieden, Medienkompetenz: Immer mehr Stifterinnen und Stifter setzen auf Stiftungsfonds bei Bürgerstiftungen, um ihre Ideen zu verwirklichen. Dabei können sie sich ganz auf ihr Engagement konzentrieren, denn die Bürgerstiftung übernimmt die Verwaltung. bürgerAktiv – Nachrichten für Engagierte, Fokus September 2024
Der Königsweg: Von der Rettungsaktion bis zur Vermögensverwaltung – Stiftungsfonds ermöglichen Engagement und die Bürgerstiftung kann dabei wachsen. bürgerAktiv – Nachrichten für Engagierte, Fokus September 2024
Die Strategie: Warum die Aktive Bürgerschaft den Bürgerstiftungen Stiftungsfonds empfiehlt, erläutert Bernadette Hellmann. bürgerAktiv – Nachrichten für Engagierte, Fokus September 2024
Webinar der Stiftung Aktive Bürgerschaft für Bürgerstiftungen und Fachaustausch: Vermögensaufbau mit Stiftungsfonds
Foto: Vitolda Klein / unsplash.com