Fundraising Magazin: Nicht in Abhängigkeiten einrichten

Eine emanzipierte Zivilgesellschaft wirkt auf manche Politikerinnen und Politiker bedrohlich. Vor allem im konservativen Lager versuche man deshalb, sie zu diskreditieren, sagt Dr. Rupert Graf Strachwitz von der Maecenata Stiftung im Interview mit dem Fundraising Magazin 2/2026. In dieser Atmosphäre hielten sich viele Organisationen inzwischen mit öffentlichen Äußerungen zurück. „Sie erhalten öffentliche Fördermittel und sind deshalb vorsichtig geworden“, so Strachwitz. Einige Organisationen begännen allerdings, sich neu zu positionieren, so bezeichne sich die Caritas ausdrücklich als zivilgesellschaftliche Organisation und das Bündnis für Gemeinnützigkeit mache deutlich, den Diskurs mitgestalten zu wollen. Doch sie seien Ausnahmen. Strachwitz warnt in dem Gespräch davor, sich in Abhängigkeiten einzurichten. Er kritisiert, dass es zu wenig Austauschformate zwischen Politik und Zivilgesellschaft gebe und dass die Medien wenig interessiert seien an dem Thema. Rupert Graf Strachwitz ist Politikwissenschaftler, Gründer und Senior Strategic Advisor der Maecenata-Stiftung. Das Interview, in dem er auch über die vielfältige Struktur der Zivilgesellschaft spricht, wurde von Patrick Tapp geführt und ist unter dem Titel „Wer die Zivilgesellschaft schwächt, gefährdet die Demokratie“ erschienen.

Zum Fundraising Magazin (+)

, Ausgabe 275 März 2026, Wissen