Genossenschaftsbanken: Regional engagiert, überregional spezialisiert

Die Mitglieder der Genossenschaftlichen FinanzGruppe – die Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Ort und die überregionalen Unternehmen der Gruppe – verfolgen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und Klimaschutz in ihrer Unternehmenstätigkeit, aber auch in ihrem gesellschaftlichen Engagement.

„Langfristige Auswirkungen seines Handelns bedenken, unternehmerische Verantwortung übernehmen und so zukünftige Leistungsfähigkeit sicherstellen“, so beschreibt beispielsweise die Zentralbank der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, die DZ BANK, ihren Ansatz.

Regionales Engagement

Die rund 700 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland arbeiten vor Ort und entsprechend ist auch ihr gesellschaftliches Engagement regional ausgerichtet: Sie fördern Sportvereine und Bildungsinitiativen, Schulen, Kindertagesstätten und Kirchengemeinden in ihrer Region, ihre Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Familien und Lebensgemeinschaften. Wichtige Themenfelder sind Sport und Erholung, aber auch Kunst und Kultur, Soziales und Integration sowie Bildung und Forschung. 257 Genossenschaftsbanken engagieren sich bei 369 der 426 Bürgerstiftungen.

Stiftungen für die Umsetzung

Viele Genossenschaftsbanken haben Stiftungen errichtet, um ihre Engagementziele jenseits ihres Geschäftsbetriebs umzusetzen. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), der jährlich einen Bericht über das gesellschaftliche Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe vorlegt, bezifferte im letzten Bericht vom September 2023 das Stiftungskapital in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe für 2022 auf 380 Millionen Euro. Zusammen mit Spenden und Sponsorings unterstützen die Genossenschaftsbanken gesellschaftliches Engagement in Deutschland mit insgesamt 171 Millionen Euro. Davon kamen 95,2 Millionen Euro aus dem genossenschaftlichen Gewinnsparen.

Überregional thematische Schwerpunkte

Die überregional tätigen Unternehmen in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe nutzen ihre Stiftungen teilweise, um bestimmte Themen voranzutreiben. So hat die DZ BANK ihre DZ BANK Stiftung errichtet, um mit einem sechsstelligen jährlichen Betrag Wissenschaft und Forschung im Finanz- und Genossenschaftswesen zu fördern. Die Teambank, die auf Konsumfinanzierung spezialisiert ist („easyCredit“), errichtete 2007 die operativ tätige Stiftung Deutschland im Plus, deren Zweck die Prävention vor Überschuldung von Privatpersonen ist. Die Stiftung der R+V Versicherung fokussiert auf Jugend und Bildung sowie auf die Förderung bürgerschaftlichen Engagements, und die Bausparkasse Schwäbisch Hall gibt mit ihrer Stiftung Impulse für wohnungspolitische Diskussionen.

Zum Engagementbericht

, Ausgabe 255 Mai 2024, Fokus