Im internationalen Vergleich spenden die Menschen in Deutschland relativ wenig, wenn man die Spendensummen zum Einkommen in Beziehung setzt. Diesen Eindruck vermittelte zuletzt der World Giving Report 2025 (bürgerAktiv berichtete). Die Zurückhaltung könnte am Vertrauen in den Wohlfahrtsstaat liegen, schrieb Beatrice von Braunschweig im Handelsblatt unter Bezugnahme auf den Stiftungsexperten Rupert Graf Strachwitz. Sie stellte zudem fest: „Anders als in den USA oder Großbritannien fehlt es in Deutschland an einer öffentlichen ‚Kultur der Philanthropie‘. Ein Grund: Knapp 70 Prozent der Deutschen hegen moderaten bis starken Groll gegenüber Wohlhabenden, wie der Edelman Trust Barometer 2025 berichtet.“ Weitere Gesprächspartner finden dem Bericht zufolge, es gebe eine Neidkultur in Deutschland und Vermögende kommunizierten zu zurückhaltend über ihre Philanthropie. Daher fehle es an Vorbildern. Teils liege die Zurückhaltung auch Zweifeln, ob gespendetes Geld am Zielort ankomme. Der Beitrag erschien am 2. April 2026 in der Printausgabe unter dem Titel „Warum spenden Deutschlands Reiche so wenig?“.
Handelsblatt: Wohlhabende Deutsche spenden wenig
, Ausgabe 276 April 2026