Mittelmeer: Helfende gerieten in Seenot

Das Rettungsschiff „Sea Eye“ der gleichnamigen spendenfinanzierten Hilfsorganisation aus Regensburg ist am Ostermontag 2017 auf dem Mittelmeer in Seenot geraten, nachdem es 200 Menschen aus maroden Booten an Bord genommen hatte. Auch das Schiff „Iuventa“ der in Berlin ansässigen Hilfsorganisation Jugend rettet e.V. musste wegen Überladung einen Notruf absenden. Die Hilfsorganisationen nehmen in der Regel kaum Flüchtlinge an Bord, sondern versorgen sie mit Rettungswesten und alarmieren die offiziellen Rettungsdienste. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind über Ostern 8.360 Menschen auf dem Mittelmeer gerettet worden und 2017 insgesamt bereits 35.000 Menschen auf dem Seeweg nach Italien geflüchtet. Die europäische Grenzschutzagentur Frontex kritisierte, die privaten Helfer würden Fluchthelfern das Geschäft erleichtern; die Rettungsorganisationen konterten, die EU stelle zu wenige Schiffe zur Verfügung.

, Ausgabe 177 April 2017
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