HNA: Bürokratie macht Kirmesverein zu schaffen

Zwanzig Seiten Sicherheitskonzept für den Kirmesumzug: Der Aufwand, ein Dorffest zu veranstalten, wächst und wächst. Darüber war in der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) zu lesen. Autor Julian Brückmann besuchte Ehrenamtliche in Istha bei Kassel und erfuhr: Reichte es früher, den Veranstaltungsort zu schmücken, so braucht es heute Sicherheitsmaßnahmen und seitenlange Formulare. Nicht zu vergessen die Terrorsperren, die aus Kostengründen der Verein in Istha selber baut und antransportiert. Die bürokratischen Anforderungen steigen ständig. Mal durfte der Kirmes-Schriftzug nachts nicht mehr beleuchtet werden, weil er den Verkehr hätte stören können. Dann musste ein Veranstaltungsort aufgegeben werden, weil Vögel dort nisteten. Die Kritik der um Nachwuchs besorgten Verantwortlichen richtet sich allerdings nicht gegen die Behörden vor Ort, sondern gegen die „politische Ebene“: Sie sei gefragt, endlich Rahmenbedingungen zu schaffen, die nicht behinderten, sondern unterstützten, sagen die Ehrenamtlichen in Brückmanns Bericht. Dieser erschien am 25. Juli 2025 mit Titel „Ehrenamt in Gefahr: Bürokratie bremst Engagement im Wolfsburger Land“.

Zum Bericht

, Ausgabe 269 August 2025