Burundi: Immer wieder im Gefängnis

    Zweimal saß der burundische Menschenrechtler und ehemalige Polizist Pierre Claver Mbonimpa bereits im Gefängnis, weil er staatliche Übergriffe auf Aktivisten und Oppositionelle, willkürliche Verhaftungen und politische Morde in seinem Land öffentlich anprangerte. Mbonimpa gründete die Gesellschaft für den Schutz von Menschenrechten und Inhaftierten (Association for the Protection of Human Rights and Detained Persons, APRODH) und kämpft unverdrossen weiter gegen Verschwindenlassen, Folter und Inhaftierungen. Er sei der bekannteste Menschenrechtsverteidiger Burundis, so die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Sie hat ihn jetzt mit ihrem Alison Des Forges Preis 2016 für herausragendes Engagement geehrt. Weitere Preisträger sind die ehemalige Kinderarbeiterin Kalpona Akter aus Bangladesch, die für bessere Arbeitsbedingungen streitet, Yonous Muhammadi, der aus Afghanistan fliehen musste und sich jetzt für die Rechte Geflüchteter einsetzt, Ratnaboli Ray, eine indische Anwältin, die für die Rechte psychisch kranker Menschen in Indien kämpft und Nicholas Opiyo, ein Anwalt für Menschenrechte aus Uganda.

    , Ausgabe 171 September 2016