Engagementförderung: In Ostdeutschland die Mitbestimmung stärken

Die Lokalpolitik für zivilgesellschaftliche Fragen sensibilisieren und die Kommunalverwaltung für die Zusammenarbeit mit bürgerschaftlichem Engagement fit machen, die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger erweitern und die Mitbestimmung der Engagierten stärken: Das empfehlen Prof. Dr. Thomas Olk und Dr. Thomas Gensicke in ihrer Studie im Auftrag des Bundesministeriums des Innern über das bürgerschaftliche Engagement in Ostdeutschland. Ferner sprechen sich die beiden Forscher dafür aus, bürgerschaftliches Engagement im Bildungssystem zu verankern und die Lehr- und Lernmethode Service Learning zu verbreiten. Olk und Gensicke warnen davor, Maßnahmen zur Engagementförderung mit arbeitsmarkpolitischen Instrumenten zu vermischen. Sie befürchten eine „Beschädigung des Images des freiwilligen Engagement, wenn sich der Eindruck verfestigt, es diene als Kompensation für Erwerbsarbeit oder vorrangig als Übergang in Erwerbsarbeit“. Die Studie „Stand und Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Ostdeutschland“ lag bereits im November 2011 vor, ist aber erst jetzt, nach Abschluss der redaktionellen Bearbeitung im August 2013, veröffentlicht worden.

, Ausgabe 138 September 2013, Recht & Politik
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