Italien: Regierung installiert Bürgerwehr

    Die italienische rechtskonservative Regierung hat nach einer Reihe von Vergewaltigungen die Zulassung von Bürgerwehren beschlossen. Freiwillige sollen, laut Dekret unbewaffnet, auf Streife gehen. Im Zusammenhang mit den Sexualdelikten kam es mehrfach zu gewaltsamen rassistischen Übergriffen auf ausländische Bürger, insbesondere aus Rumänien. Die italienische Regierung begründete die Zulassung der Bürgerwehr damit, “unkontrollierte Selbstjustiz” vermeiden zu wollen. Medien und Opposition kritisieren die Entscheidung scharf. Die Zeitung “La Repubblica” warf den Bürgermeistern und Ministern vor, die rassistischen Übergriffe selbst geschürt zu haben.

    , Ausgabe 87 Februar 2009