Journalistenpreise: Freie Medien sind „Kitt der Bürgergesellschaft“

Im Rahmen der Verleihung des Theodor-Wolff-Preises am 02.09.2009 versicherte Hermann Neusser, Vorsitzender des Kuratoriums für den Theodor-Wolff-Preis und Verleger des Bonner General-Anzeigers, dass freie Medien „der Kitt der Bürgergesellschaft“ seien. Er appellierte an die Zeitungsverlage, in die Qualität der Redaktionen zu investieren. Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Journalistenpreis des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV), der seit 1962 jährlich für Essays, Kommentare und Reportagen vergeben wird, „die durch ihre gründliche Recherche, ihre eingehende Analyse und ihre breite Information Zeugnisse einer demokratischen und gesellschaftspolitischen Verantwortung sind“, gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen der Branche. Den Theodor-Wolff-Preis 2009 erhielten Nina Grunenberg, Regina Köhler, Bastian Obermayer, Thomas Scheen und Henning Sußebach. – Für die Idee einer „Bürgerzeitung“, die Leserinnen und Leser etwa über einen Leserbeirat am Zeitungsmachen beteiligt, wurde die Braunschweiger Zeitung mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet. Bundespräsident Horst Köhler betonte bei der Preisvergabe am 31.08.2009 in Braunschweig: „Dieser Wettbewerb zeigt, was Lokaljournalistinnen und -journalisten leisten und wie wichtig die Lokalpresse ist: für die Information der Bürgerinnen und Bürger, für die politische Kultur in unserem Land und für die Entwicklung einer lebendigen Bürgergesellschaft.“

, Ausgabe 94 September 2009
Stiftung Aktive Bürgerschaft
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