Kamerun, Russland, Indien, Kanada: Alternative Nobelpreise verliehen

Die ausgebildete Rechtsanwältin und Genderwissenschaftlerin Marthe Wandou aus Kamerun hat in ihrem Land ein Modell für den Schutz von Kindern gegen sexuelle Gewalt aufgebaut, in das Gemeinden und auch Eltern eingebunden sind. Es könnte ein Modell auch für andere Länder sein, etwa für Afghanistan: Das meint die Right Livelihood Stiftung und verleiht Wandou den diesjährigen Alternativen Nobelpreis. Er geht außerdem an drei weitere Preisträger: Wladimir Sliwjak, der die russische Umweltschutzorganisation Ecodefense mitgegründet hat, die sich gegen Kohle und Atomindustrie in Russland einsetzt; die indische Organisation Legal Initiative for Forest and Environment (LIFE), in der Juristen für Umweltschutz und gegen das Abholzen von Wäldern kämpfen, sowie Freda Huson aus

Kanada, die sich für indigene Gruppen einsetzt, die die Regierung zugunsten industrieller Projekte aus ihren Lebensräume vertreiben will. Die Preisverleihung ist als Präsenzveranstaltung am 1. Dezember 2021 in Stockholm geplant. Das Preisgeld beträgt jeweils 100.000 Euro.

www.br.de/wissen/alternativer-nobelpreis-2021-100.html
rightlivelihood.org/