Kongressbericht: Demokratie und Sozialkapital

Was unterscheidet das Verhalten und die Funktion gemeinnütziger Organisationen von denen von Unternehmen und Behörden? Diese zentrale Frage der Dritte Sektor Forschung stand im Mittelpunkt des Workshops „Dritter Sektor/Drittes System“ der Tagung „Demokratie und Sozialkapital – die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure“, die am 28. und 29.06.2002 in Berlin stattfand. Neben der Diskussion neuerer Ansätze wie Multifunktionalität (Zimmer) wurde auch kritisch hinterfragt, ob die Annahme, dass sich Sozialkapital durch das Engagement in freiwilligen Vereinigungen bilde, einer empirischen Überprüfung standhält (Braun). Weitere Fragen waren: Wie wird soziales Kapital gebildet? Wie wird es über die Organisationsgrenzen hinweg transferiert, so dass es dann wichtige gesellschaftliche Funktionen (Stärkung gesellschaftlichen Zusammenhalts, Verbesserung der wirtschaftlichen Performanz usw.) wahrnimmt? Der Reader zur Workshoptagung steht im Internet zum download unter www.wz-berlin.de/ag/poem/pdf/reader.pdf Im Frühjahr 2003 soll ein Themenheft des Forschungsjournals „Neue Soziale Bewegungen“ erscheinen, das die zentralen Themen zusammenfassen wird. Ferner sollen die Beiträge der Tagung im Sommer 2003 in drei Bänden publiziert werden. Info: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen www.fjnsb.de

Ausgabe 08, Juli 2002

 

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