Konservatives Anlageverhalten bei großen Stiftungen

    Die Finanzkrise hat das Anlageverhalten deutscher Stiftungen kaum verändert. Nur 25 Prozent haben ihre interne Kompetenz ausgebaut und nur 10 Prozent haben externe Berater hinzu gezogen. Darüber hinaus legen Stiftungen ihr Vermögen konservativ an und könnten im Sinne ihres Stiftungszwecks mehr erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie “Anlageverhalten der kapitalstärksten deutschen Stiftungen”, die das Centrum für soziale Investitionen und Innovationen der Universität Heidelberg im Oktober 2012 publiziert hat. Kooperationspartner waren der Bundesverband Deutscher Stiftungen (BDS) und die Banque de Luxembourg. An der Umfrage nahmen 44 von 200 angefragten Stiftungen teil. Mehr als die Hälfte dieser befragten Stiftungen gab an, ihr Vermögen im Einklang mit dem Stiftungszweck anzulegen. Jedoch sei dieses sogenannte Mission Investing ausbaufähig, so die Autoren der Studie, Volker Then, Robert Münscher, Stephan Stahlschmidt, Carsten Eggersglüß und Rüdiger Knust. Zu ähnlichen Schlussfolgerungen war die Studie “Mission Investing im deutschen Stiftungssektor” gekommen, die im Juli 2012 vom BDS veröffentlicht wurde (< Ausgabe 125 - Juli 2012).

    , Ausgabe 128 Oktober 2012