Kürzungen bei Freiwilligendiensten im Bundeshaushalt 2025

Der Entwurf der Bundesregierung für den Bundeshaushalt 2025 sieht Einschnitte bei den Freiwilligendiensten vor. Insgesamt sollen die Mittel um 40 Millionen Euro gekürzt werden. Davon entfallen 17 Millionen Euro (rund 14 Prozent) auf das Freiwillige Soziale und Ökologische Jahr (FSJ/FÖJ). Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) soll 23 Millionen Euro (ca. 11 Prozent) weniger erhalten. Das zuständige Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) begründet die reduzierten Ansätze mit den tatsächlich abgerufenen Mitteln im Haushaltsjahr 2023. Der Deutsche Caritasverband kritisiert die Pläne und fordert eine bessere Planungssicherheit. Der Etat des Bundeskanzleramtes, das seit dieser Legislaturperiode ebenfalls für Engagementpolitik zuständig ist, sieht in dem Haushaltsentwurf noch keine eigenen Haushaltstitel zur Förderung der Zivilgesellschaft vor. Ebenso wie der neue Zuschnitt einiger Bundesministerien im Haushaltsentwurf noch nicht abgebildet ist, fehlt auch die Stelle der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt noch.

Nach der Aussprache im Bundestag wurde der Haushaltsentwurf am 11. Juli 2025 zur weiteren Beratung an den federführenden Haushaltsausschuss überwiesen. Seit die Vorgängerregierung Ende 2024 zerbrach, gilt eine vorläufige Haushaltsführung für das Jahr 2025.

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Kritik an den Kürzungen

, Ausgabe 268 Juli 2025, Recht & Politik