Wer an Fastnacht noch lachen kann, hat wahrscheinlich nichts mit der Organisation der Umzüge zu tun gehabt. Das legt die Lektüre des vergleichsweise harmlos betitelten Beitrags „Bremst Bürokratie das Ehrenamt?“ in der Lahrer Zeitung nahe. Darin geben zwei Vertreter der „Eulenzunft“ im baden-württembergischen Seelbach, Peter Bühler und Christiane Kupfer, einen Einblick in den bürokratischen Wahnsinn im Vorfeld der Umzüge. Sie schreiben: „Um die Fasent in Seelbach zu organisieren, bedarf es so manchem Antrag auf Genehmigung. Damit die Straßen mit Spättle geschmückt werden können, stellen wir einen ‚Antrag zum Anbringen von Straßenschmuck‘. Für die Durchführung des Narrenbaumstellens, des Fasentumzugs, des Hemdglunkerumzugs, des Kinder- und des Trauermarsch sind weitere Anträge nötig. Alles ist unter Angabe des jeweiligen Datums, des Aufstellungs- und Auflösungsorts, der Wegstrecke, dem Beginn und der Dauer beim Landratsamt einzureichen.“ Weiter geht es mit einer Posse um einen Baukran, der wenige Zentimenter in die geplante Strecke ragte und deshalb abmontiert werden musste. Und damit ist längst noch nicht Schluss. Der Beitrag erschien am 31. Januar 2026 in der Printausgabe der Lahrer Zeitung.
Lahrer Zeitung: Endlose Liste an Auflagen und Regelungen
, Ausgabe 274 Februar 2026