Maecenata-Studie: Bund der Vertriebenen zivilgesellschaftlich legitimiert?

    Eine kritische Studie zum politischen Mandat des BdV – Bund der Vertriebenen e.V. publizierte das Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft an der Humboldt Universität zu Berlin im September 2010. In der Untersuchung “Transparenz, Akzeptanz und Legitimität. Der Bund der Vertriebenen in zivilgesellschaftlicher Perspektive” bezweifeln Eva Maria Hinterhuber und Rupert Graf Strachwitz die Legitimität des BdV, als zivilgesellschaftliche Institution angemessene Formen des kollektiven Gedächtnisses zu verhandeln. Im Verhältnis zu seiner politischen Durchsetzungsmacht sei die gesellschaftliche Akzeptanz des BdV gering, so die Verfasser der 38-seitigen Studie, die online veröffentlicht ist. Sie regen einen öffentlichen Diskurs über das Verhältnis zwischen Zivilgesellschaft und Staat an, “um zwischen legitimer Vertretung von Positionen, Themen und Interessen einerseits und Entscheidungshoheit von Parlamenten und Regierungen abzugrenzen”.

    , Ausgabe 105 September 2010