Markenhersteller diskutieren Fonds für Zulieferer

    Der Sportartikelhersteller Adidas hat ein Branchentreffen initiiert, um einen Hilfsfonds für Arbeiter der Zulieferfirmen in Billiglohnländern zu gründen. Der Fonds sollte Arbeiter unterstützen, wenn ihre Löhne nicht gezahlt werden, Abfindungen ausbleiben oder Werke schließen. Der Vorschlag sollte Ende Oktober auf einer Konferenz der Fair Labor Association diskutiert werden, der zahlreiche Unternehmen angehören. Etliche Unternehmen stehen seit langem in der Kritik, dass sie ihre Markenware in Billiglohnländern bei Zulieferern mit sehr schlechten Arbeitsbedingungen produzieren lassen. Adidas hatte deswegen einen Sponsoringvertrag mit der Universität Cornell in den USA verloren. Der US-Konzern Apple geriet wegen Konflikten bei einem chinesischen Hersteller in die Schlagzeilen. Das schwedische Bekleidungsunternehmen H&M ist mit fortlaufenden Vorwürfen wegen der Dumpinglöhne und unzumutbaren Arbeitsbedingungen in den kambodschanischen Zulieferunternehmen konfrontiert. Druck macht unter anderen die Clean Clothes Campaign, ein internationales Kampagnennetzwerk, für faire und umweltgerechte Produktionsbedingungen zu sorgen.

    , Ausgabe 128 Oktober 2012