Für bis zu 5000 Euro Laptops anschaffen oder Veranstaltungen finanzieren: Maximal 40 Prozent der zivilgesellschaftlichen Organisationen nutzen Mikroförderungen, hat ZiviZ im Stifterverband ermittelt. Den anderen 60 Prozent fehlt oft die Information über Förderangebote oder sie finden keine passende Förderung. 39 Prozent finden die Beantragung zu aufwändig. Tatsächlich zeigt die Fördermittelstudie „Kleine Summen, große Hilfe? Die Bedeutung von Mikroförderung für zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland“ von ZiviZ, dass der Aufwand für Antrag und Abwicklung bei vier bis zehn Stunden liegt. Die Organisationen kritisierten insbesondere die Nachweispflichten. Sie wünschen sich vor allem Mehrfachförderungen erprobter Ideen, eine Abrechnung über Pauschalen sowie überjährige Förderung, so ZiviZ.
Zu den Hauptförderern gehören der Untersuchung zufolge Bürgerstiftungen, Sparkassen-Stiftungen und Lottostiftungen. Die Landschaft der Fördergeber sei sehr unübersichtlich. Die wichtigste Informationsquelle über Förderungen für die Organisationen seien persönliche Kontakte (64 Prozent), gefolgt von Webrecherchen und Infos von Dachverbänden und aus Förderdatenbanken. Künstliche Intelligenz und Beratungsstellen werden nur von 13 Prozent der befragten Organisationen genutzt.