Der Bildungserfolg junger Menschen in Deutschland hängt weiterhin von der Herkunft ab, was sich mittelbar auch auf das bürgerschaftliche Engagement auswirkt. Das ist dem nationalen Bildungsbericht 2026 zu entnehmen. Das Engagement hängt laut Bericht mit dem Schulabschluss zusammen: Von Menschen mit höherer Schulbildung engagiert sich demnach knapp die Hälfte – meist im sozialen Bereich oder etwa in Elternvertretungen von Schule und Kita. Demgegenüber engagiert sich nur ein Viertel der Menschen mit niedriger Schulbildung. Bei Personen mit mittlerer Schulbildung liegt die Engagementquote bei gut einem Drittel, und hier dominieren Themenfelder wie Freizeit und Gesellschaft, Feuerwehr und Katastrophenschutz.
Von den 14- bis 20-Jährigen sind 48 Prozent engagiert – in Sportvereinen, Kunst, Musik oder kirchlichen Zusammenhängen. Auch hier sind deutlich mehr junge Menschen mit höherer Bildung engagiert.
Die Zahlen zum Engagement basieren auf dem Deutschen Freiwilligensurvey 2024, der unter freiwilligem Engagement Tätigkeiten versteht, die freiwillig und gemeinschaftlich in der Freizeit außerhalb von Familie und Beruf ausgeübt werden, nicht auf materiellen Gewinn abzielen und im öffentlichen Raum stattfinden. Der nationale Bildungsbericht 2026 „Bildung in Deutschland“ wurde unter Federführung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation erstellt und gemeinsam am 15. Juni 2026 von Bund und Ländern vorgestellt. Die Studie erscheint alle zwei Jahre.