Vor Ort im Dorfladen einkaufen und ein Schwätzchen halten: Das scheint teurer Luxus zu werden. „Jetzt ist die wirtschaftliche Situation so knirsch, dass, wenn die Kühltheke ausfällt, wir schließen müssen“, sagt die ehrenamtliche Leiterin eines Dorfladens in einem Bericht des Norddeutsche Rundfunks (NDR) über die Nöte der Dorfläden in Niedersachsen. Zum Start des beispielhaft geschilderten Ladens hatte es Fördermittel gegeben, außerdem hatte ein Drittel der 1000 Einwohner im Dorf Anteile gekauft, der Laden wurde zum Treffpunkt und kleine Gruppen nutzten den Raum etwa zum Handarbeiten. Doch dann verteuerten Inflation und Energiekrise den Betrieb und die Waren, Menschen suchen verstärkt nach Billigangeboten, die der Dorfladen nicht liefern kann. Zugleich sind durch die Einführung und Anhebung des Mindestlohns die Lohnkosten gestiegen. Der Laden versuche es jetzt noch einmal mit Appellen und hoffe auf mehr Ehrenamtliche, sonst sei er am Ende. Der Bericht „Trotz Ehrenamt und Fördergeldern: Dorfläden stehen kurz vorm Aus“ von Katrin Heineking erschien am 19. März 2026.
NDR: Dorfläden gehen ein – trotz ehrenamtlichem Engagement und Förderung
, Ausgabe 275 März 2026