Neue Zahlen zu Spaltung und Zusammenhalt in der Gesellschaft

Eine breite Mehrheit in Deutschland ist sich einig, dass der Klimawandel bekämpft werden muss. Doch an der Frage, wie das aussehen soll, scheiden sich die Geister. 70 Prozent viele sorgen sich um zunehmende Konflikte, und ein beträchtlicher Teil der Menschen fürchtet, dass Arbeitsplätze vernichtet werden und ihr Lebensstandard sinkt. Die Folge könnte sein, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt sinkt, stellt das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) in seinem zweiten Zusammenhaltbericht fest, der am 13. November 2025 veröffentlicht wurde und auf Klimaschutz fokussiert. Die Wissenschaftler empfehlen, in der Klimapolitik für sozialen Ausgleich zu sorgen und medial eine Überrepräsentation ablehnender Stimmen zu vermeiden. Der Zusammenhaltsbericht arbeitet mit Daten aus vier Panels, darunter zwei quantitative Studien mit insgesamt rund 12.000 Befragten.

Andere Zahlen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt veröffentlichte das Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) im Oktober 2025 in seinem Polarisierungsbarometer 2025. Demnach nehmen 81 Prozent der Deutschen die Gesellschaft als gespalten war und schreiben dem Thema Zuwanderung das größte Spaltungspotenzial zu. Ideologisch polarisieren offenbar Klimaschutzmaßnahmen und die Unterstützung der Ukraine am stärksten. Für das Barometer wurden 34.000 Menschen in acht europäischen Ländern befragt, darunter 4400 Menschen in Deutschland.

Zum Zweiten Zusammenhaltsbericht des FGZ
Zum Polarisierungsbarometer von MIDEM

, Ausgabe 272 November 2025, Wissen