NRW: Naturschutzbund veröffentlicht „Bürgerwaldkonzept“

In einem Gutachten für den Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., das am 17.05.2010 veröffentlicht wurde, schlägt der Forstexperte Wilhelm Bode eine umwelt- und bürgergerechte Privatisierung der Landeswälder vor. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte im Jahr 2009 rund 2.600 Hektar Staatswald in der Eifel zur Haushaltssanierung an einen Großinvestor verkaufte. Auch wenn der Kostendruck im öffentlichen Dienst hoch sei, müsse die Gemeinwohlorientierung der Waldbewirtschaftung dauerhaft gesichert werden, so die Umweltschutzorganisation. Das Bürgerwaldkonzept sieht vor, die Schutzgebietsflächen des Landesbetriebs Wald und Holz NRW in eine Stiftung zu überführen. Für die Wirtschaftswälder im Landesbesitz favorisiert der NABU die Gründung einer Bürgerwald-Aktiengesellschaft, deren Satzung Grundlagen einer ökologisch und ökonomisch optimierten Waldbewirtschaftung festschreiben soll. Mit dem Bürgerwaldkonzept regte der Umweltverband wie gewünscht eine Diskussion an: NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) lehnt das Bürgerwald-Konzept ab, die SPD-Fraktion steht einer naturnahen Bewirtschaftung aufgeschlossen gegenüber, wenn diese höhere Erträge verspricht.

, Ausgabe 101 Mai 2010
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