USA: Occupy kauft private Schuldner frei

    Aktivisten der kapitalismuskritischen Bewegung Occupy Wall Street in den USA fechten neuerdings mit den Waffen ihrer Gegner und kaufen Schuldner frei. Sie kaufen auf dem Kapitalmarkt private Schulden, die wegen der Zahlungsunfähigkeit der Schuldner zu einem Bruchteil ihres Nennwertes gehandelt werden, und erlassen sie dann. So kauften sie für 400.000 US-Dollar Schulden in Höhe von rund 15 Millionen US-Dollar und erließen sie den Schuldnern anschließend. Damit wollten sie nicht nur Betroffenen helfen, sondern auch die Öffentlichkeit auf die Funktionsweise dieses Marktes für verbriefte Schulden aufmerksam machen. Üblicherweise versucht, wer solche Schuldenbriefe kauft, die Schulden anschließend einzutreiben und so Gewinn zu machen.

    , Ausgabe 140 November-Dezember 2013