Pisa-Studie: Jugendliche gut informiert, aber weniger engagiert

Die Jugendlichen in Deutschland fühlen sich besser über global wichtige Themen informiert als der Durchschnitt der 15-Jährigen in den OECD-Staaten. Deutlich größer als ihre Altersgenossen aus anderen OECD-Staaten schätzen sie ihre Fähigkeiten ein, Aufgaben zu diesen Themen zu lösen, also beispielsweise zu erklären, warum manche Länder mehr unter dem Klimawandel leiden als andere. Das geht aus der Pisa-Studie 2018 hervor, die erstmals mit einem Fragebogen zum Thema „Global Competence“ ergänzt wurde. Die Ergebnisse dieser zusätzlichen Befragung hat die Technische Universität München im Oktober veröffentlicht. In Deutschland beantworteten rund 3.800 15-jährige Schülerinnen und Schülern im Frühjahr 2018 die Fragen, beispielsweise ob sie annehmen, dass sich ihr Verhalten auf Menschen in anderen Ländern auswirken kann, und ob sie sich an Aktivitäten für den Umweltschutz beteiligen. Demnach schätzen deutsche Jugendliche ihre Handlungsfähigkeit bezogen auf globale Themen begrenzter ein als ihre Altersgenossen im OECD-Durchschnitt und ihre Bereitschaft, sich für globale Ziele zu engagieren, ist schwächer ausgeprägt.

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Aktuelle Ausgabe - Oktober 2020