Soziale Innovation: Schlüsselakteure mit Geld und Infrastruktur

    Urban Gardening – Gärtnern auf städtischen Grünflächen – Tauschbörsen, Car Sharing: Wer beteiligt sich eigentlich an den sozialen Innovationen, die darauf zielen, gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern? Überraschend viele private Unternehmen, lautet eine der Antworten, die das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule und der Ruhr Universität Bochum zusammen mit weiteren Forschungseinrichtungen gefunden hat. Offenbar spielen dabei nicht nur gesellschaftliche Verantwortung, sondern handfeste wirtschaftliche Interessen eine Rolle. Meistens beteiligen sich die Unternehmen, indem sie Infrastruktur bereitstellen. Als weitere Schlüsselakteure bei sozialen Innovationen identifizierte das IAT zivilgesellschaftliche Organisationen und öffentliche Einrichtungen. Überdurchschnittlich häufig übernähmen Stiftungen die Finanzierung sozialer Innovationen. Die Untersuchung ist eine vergleichende Analyse im Rahmen des von der EU-Kommission geförderten Projekts “Social Innovation – Driving Force of Social Change” (SI-DRIVE). Die Ergebnisse hat das IAT unter dem Titel “Soziale Innovationen – Wer beteiligt sich an der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen?” in Forschung Aktuell 09-2016 publiziert.

    , Ausgabe 172 Oktober 2016