Schufa: NGO wollen Algorithmus knacken

    Die Auskunftei SCHUFA Holding AG muss zwar den Bürgern, die es wissen wollen, offenbaren, welche Daten sie über sie gespeichert hat. Doch es bleibe ihr Geheimnis, wie sie die Daten gewichte und dann auf ihr Ergebnis über die Bonität eines Bürgers komme, den sogenannten Score, den sie Geschäftspartnern und Kunden wie Immobiliengesellschaften oder Banken mitteilt: Das kritisieren die Nichtregierungsorganisationen Algorithmwatch gGmbH und Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. Sie haben die Kampagne Openschufa ins Leben gerufen. Verbraucher sollen sich per Selbstauskunft ihre Daten von der Schufa besorgen und an die Kampagne weitergeben. Hier sollen die Daten zusammen mit Journalisten des Nachrichtenmagazins Der Spiegel analysiert und geprüft werden, auf welcher Datenlage die Schufa ihre Auskünfte erstellt. Zudem hat die Kampagne per Crowdfunding zu Spenden aufgerufen. Die Schufa warnte Medienberichten zufolge vor Datenmissbrauch und verwies darauf, dass sie ihren Algorithmus 2010 den Datenschutzbehörden von Bund und Ländern vorgelegt habe.

    www.heise.de/tp/features/OpenSchufa-will-Bonitaetsauskunft-Algorithmus-herausfinden-3975166.html
    www.okfn.de/blog/2018/02/openschufa/
    www.schufa.de

    Ausgabe 186 Februar 2018