Schweiz: Stiftungen profitieren von Immobilienpreisen

    Die Zahl der Stiftungen in der Schweiz ist 2017 auf 13.129 gestiegen. Es wurden 364 Stiftungen neu gegründet, aber auch 187 zumeist kleinere Stiftungen aufgelöst. Diese Zahlen enthält der Schweizer Stiftungsreport 2018, der am 22. Mai 2018 veröffentlicht wurde und jährlich erscheint. In größeren Abständen erhebt er Zahlen zum Vermögen der Schweizer Stiftungen. Dieses betrug 2017 insgesamt knapp 100 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet 85 Milliarden Euro) – 30 Prozent mehr als bei der Erhebung zuvor, 2012. Die Steigerung sei unter anderem auf die Umwandlung von Einrichtungen wie Pflegeheimen in Stiftungen zurückzuführen, aber auch darauf, dass viele Stiftungen traditionell in Immobilien investierten und also hier vom Wertzuwachs profitiert hätten, heißt es im Report. Während das durchschnittliche Stiftungsvermögen in der Schweiz bei 8 Millionen Franken (umgerechnet rund 6,8 Millionen Euro) liegt, haben rund 80 Prozent der Stiftungen weniger als 5 Millionen Franken zur Verfügung.
    Was sich hinter den Zahlen verbirgt, könnte seitens der Stiftungen deutlicher gemacht werden, kritisieren Experten. Wie in der Neuen Zürcher Zeitung am 12. Mai 2018 zu lesen war, gibt es bereits eine parlamentarische Initiative, die für mehr Transparenz im Schweizer Stiftungswesen sorgen will.

    www.swissfoundations.ch/de/medienmitteilungen

    www.swissfoundations.ch/sites/default/files/18003 Swissfoundations Report 18 D (Web)_1.pdf

    www.nzz.ch/meinung/im-stiftungsparadies-steigt-der-politische-druck-ld.1385185

    Ausgabe 189 Mai 2018