Entlassen: Spende geht nach hinten los

    Wegen einer Spende hat Matthias Brückmann, der Vorstandsvorsitzende des Oldenburger Energieunternehmens EWE AG, seinen Job verloren; einstimmig entließ ihn der Aufsichtsrat. Brückmann hatte 253.000 Euro an eine Stiftung des ehemaligen Boxweltmeisters Wladimir Klitschko in Kiew in der Ukraine überwiesen. Schönheitsfehler aus Sicht des Aufsichtsrats: Es handelte sich um das Geld des Unternehmens. Brückmann hätte den Aufsichtsrat informieren müssen, sagte ein Sprecher. Brückmann hatte die Spende auf einer Spendengala in Kiew im März 2016 zugesagt. Einem Bericht der Zeitung Die Welt vom 24. Februar 2017 zufolge hatte er jedoch zu diesem Zeitpunkt noch einen frei verfügbaren Spendenrahmen von 500.000 Euro, der erst ab Juni auf ein Zehntel reduziert werden sollte. Allerdings sei im März 2016 wiederum schon klar gewesen, dass künftig die meisten Spenden über die EWE-Stiftung vergeben werden sollten. Nun werden Gerichte zum Zug kommen, Brückmanns Anwalt hat Klage angekündigt.

    , Ausgabe 175 Februar 2017