SRF: Sportvereine in der Schweiz – geteilte Arbeit ist doppelte Arbeit

Die Zahl der Sportvereine in der Schweiz ist zurückgegangen, berichtete am 7. Juni 2024 das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Sie sank seit 2016 um 1000 auf rund 18.000 im Jahr 2022. Zugleich leisteten die Engagierten Arbeitsstunden in einem Volumen von umgerechnet 31.300 Vollzeitstellen – 2016 waren es 27.200. Die Darstellung basiert auf Daten des Schweizer Sportobservatoriums. Die meisten Ehrenämter gebe es in den Turnvereinen. Die befragte Expertin Rahel Bürgi von der ETH Zürich führte im SRF-Interview die Zunahme der Arbeitsstunden darauf zurück, dass die Ansprüche der Mitglieder zugenommen hätten und mehr im Team gearbeitet werde: „Das Jobsharing führt nicht dazu, dass sich der Aufwand pro Person halbiert“, sagte sie in dem Interview. „Aber man kann sich die Verantwortung teilen und die Arbeitsqualität steigt. (…) Das bringt eine Entlastung – der Zeitaufwand reduziert sich dadurch aber nicht.“ Der Beitrag in der Aufbereitung von Jonas Glatthard, Balz Rittmeyer und Marina Kunz erschien am 3. Juni 2024 unter dem Titel „Immer weniger Sportvereine, aber immer mehr Freiwilligenarbeit“ online beim SRF.

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