taz: Staatsbesuch mal anders

Den Staatsbesuch von Bundespräsident Joachim Gauck in China kommentierte der China-Korrespondent der tageszeitung (taz), Felix Lee: „Joachim Gauck hat bereits nach seinem ersten Tag in Peking die kühnsten Erwartungen übertroffen… Völlig überraschend gelang es ihm am späten Montagabend in der Deutschen Botschaft in Peking chinesische Bürgerrechtsanwälte und Menschenrechtsaktivisten zu treffen. Dabei war die chinesische Staatssicherheit ihnen bereits auf den Fersen, um eine solche Begegnung unbedingt zu verhindern.“ Gauck habe auch gegenüber der chinesischen Führung seine Chance genutzt, unangenehme Themen anzusprechen, lobte Lee. Davon profitierten nicht nur chinesische Bürgerrechtler, sondern auch ausländische Stiftungen, Institute und Nichtregierungsorganisationen, die in China inzwischen massiv unter Druck stünden. Der Kommentar erschien am 22. März 2016 unter dem Titel „Der Coup des Bundespräsidenten“.

, Ausgabe 165 März 2016
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