Ökologische Themen wie Energieeffizienz haben in der Unternehmensstrategie Priorität, bei gesellschaftspolitischen Themen wie Diversität oder demokratische Werte üben sich Unternehmen eher in Zurückhaltung. Das ist ein Ergebnis einer Online-Befragung des Marktforschungsinstituts Civey. Zwar sähen fast 60 Prozent der 1500 befragten Unternehmen demokratische Stabilität und Minderheitenschutz als wesentlichen Faktor für die Zukunft ihres Unternehmens. Dabei handele es sich jedoch weniger um „moralische Imperative“, sondern um strategische Erwägungen wie Planungssicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Investitionsklima. Nur 23 Prozent der befragten Unternehmen planten konkrete Maßnahmen oder Positionierungen zugunsten demokratischer Werte. Diese und weitere Ergebnisse sind in dem Kurzbericht „ESG 2025 – Relevanz, Herausforderungen und strategische Perspektiven in deutschen Unternehmen“ nachzulesen, den Markus Scholz, Professor an der TU Dresden, und Steffen Braun, geschäftsführender Vizepräsident von Civey, veröffentlicht haben.
Studie: Demokratie als strategische Frage für Unternehmen
, Ausgabe 268 Juli 2025, Wissen