Süddeutsche: Goldman Sachs – Geschäft mit Strafe

Investmentbanker spekulieren darauf, dass Betreuer bei Häftlingen die Rückfallquote senken: Über dieses New Yorker Modell berichtet Ronen Steinke in seinem Beitrag „Das Geschäft mit der Strafe. Warum Goldman Sachs in Häftlinge investiert“ in der Süddeutschen Zeitung am 8. September 2012. Die Stadt hat die Betreuung jugendlicher Straftäter ausgeschrieben, ein Auftrag für 9,6 Millionen US-Dollar. Wer ihn an Land zieht, bekommt nur dann Geld, wenn die Rückfallquote mindestens um 10 Prozent sinkt. Zum Glück sind Investmentbanker von Goldman Sachs zur Stelle und gewähren Kredit. Falls die Häftlingsbetreuung erfolgreich ist, schöpfen sie einen Teil des dann fließenden satten Erfolgsbonus ab. Wenn nicht, bleibt der soziale Träger ihr Gläubiger. „Das Modell der Social impact bonds verteilt die Rollen zwischen Staat und Privat radikal neu“, schreibt Steinke.

, Ausgabe 127 September 2012
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