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    Studien und Umfragen

    Imagegewinn für Stiftungen

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    Stiftungen werden von der Bevölkerung kritisch beurteilt, doch ihr Image hat sich verbessert. Das meldete der Bundesverband Deutscher Stiftungen Ende März 2019. Einer repräsentativen Umfrage zufolge, die er bei dem Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid in Auftrag gegeben hatte, stimmten im Januar 2019 20 Prozent der Befragten der Aussage zu, Stiftungen seien elitär und abgehoben. Nur 38 Prozent hielten sie für bodenständig. Bei einer Vorgängerbefragung 2010 hatten dies sogar nur 25 Prozent der Befragten geäußert. Das größte Ansehen genießen Stiftungen in puncto Seriosität, Kompetenz und Wirksamkeit, am schlechtesten schneiden sie hinsichtlich ihrer Innovationsfähigkeit, Fortschrittlichkeit und Transparenz ab. Befragt wurden 1.025 Menschen, von denen drei Viertel bislang keinen persönlichen Kontakt zu einer Stiftung hatten.

    www.stiftungen.org/…

    Mehr Senioren engagieren sich

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    Das ehrenamtliche Engagement von Menschen im Alter zwischen 40 und 85 Jahren ist von zwölf Prozent 1996 auf rund 22 Prozent 2014 gestiegen. Besonders bei über 65-Jährigen sei ein erheblicher Anstieg zu verzeichnen, heißt es in der Analyse „Frauen und Männer in der zweiten Lebenshälfte“ der Daten des Deutschen Alterssurvey, die das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) im April 2019 veröffentlichte. Möglicherweise liege dies an besserer Bildung, die eine „wichtige Ressource für ehrenamtliches Engagement” sei. Vermutet wird auch, dass sich der Anstieg auf verstärkte Engagementförderung zurückführen lasse. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand engagiert, ist von 40 bis 58 Jahren am höchsten, danach sinkt sie. Generell engagieren sich Männer häufiger als Frauen. Die Untersuchung wurde vom Bundesfamilienministerium finanziert.

    www.dza.de/deas.html

    USA: Weibliche Singles spendabler

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    Alleinstehende Frauen in den USA sind spendabler als männliche Singles, egal, welcher ethnischen Gruppe sie angehören, und Alleinstehende spenden seltener als verheiratete Paare, ebenfalls unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit. Das ist in der Studie „womengive 19 – Gender and Giving Across Communities of Color“ des Indiana University Lilly Family School of Philanthropy zu lesen. Untersucht wurde auch, ob sich das Spendenverhalten weißer, farbiger, lateinamerikanischer oder asiatischer Bevölkerungsgruppen voneinander unterscheidet, wenn man es in Relation zum Einkommen oder zum Spendenzweck setzt. Hier konnten jedoch keine nennenswerten Unterschiede festgestellt werden. Die Datengrundlage der im März 2019 publizierten Studie ist eine Befragung in knapp 6.000 US-amerikanischen Haushalten.

    philanthropy.iupui.edu/…

    China: Spendenaufkommen vervierfacht

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    Die Summe der Spenden in China ist von 6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 kontinuierlich angestiegen bis auf 23,4 Milliarden US-Dollar 2017– sie hat sich also vervierfacht in diesem Zeitraum. Das ist der Studie „Philanthropy in China“ zu entnehmen, die im April 2019 veröffentlicht wurde. Gut die Hälfte der Spenden kommt von Unternehmen. Neben traditionellen Bereichen wie Bildungsprojekten und Armutsbekämpfung fließen sie auch in technische und soziale Innovationen und Umweltprojekte. Zur Initialzündung für das Engagement privater Spender hätten das schwere Erdbeben in der Provinz Sichuan und die olympischen Spiele und die damit verbundene Präsentation Chinas auf der internationalen Bühne beigetragen, beides 2008, so die Autoren der Studie. Zudem wächst in China die Zahl der Milliardäre, 2018 waren es den Angaben zufolge 819. Die Studie wurde von dem asiatischen Spendernetzwerk Asian Venture Philanthropy Network (AVPN) und der Rockefeller Foundation finanziert.

    www.philanthropy-impact.org/report/…

    Weniger Spender gezählt

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    Die Zahl der Spender ist 2018 in der Statistik „Bilanz des Helfens“ des Deutschen Spendenrats e.V. auf 20,5 Millionen Menschen gesunken. Das sei die niedrigste Zahl seit Beginn der Erhebungen 2005, meldete der Spendenrat bei der Veröffentlichung ¬der Jahresstatistik am 27. Februar 2019. Doch hätten diese Spender mehr gespendet, so dass das Gesamtvolumen von knapp 5,2 Milliarden Euro im Vorjahr auf 5,3 Milliarden Euro 2018 stieg. Davon profitierten vor allem Umwelt- und Naturschutz, Tierschutz und Sport. Kirchen sowie humanitäre und Katastrophenhilfe verloren. Die meisten Spenden kamen von Menschen über 60 Jahren. Die Zahlen basieren auf der Befragung von 10.000 Menschen im GfK Charity Scope.

    www.spendenrat.de/…

    Baden-Württemberg: Grundeinkommen für Engagement-Auszeit

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    Die Expertenkommission „Sicherheit im Wandel“ hat vorgeschlagen, das Konzept der Bürgerarbeit wiederzubeleben, um mehr Bürgern Engagement und damit auch demokratische Beteiligung zu ermöglichen. Dafür solle der Bundesfreiwilligendienst erweitert werden: Alle Bürger sollten die Möglichkeit einer beruflichen Auszeit erhalten, um sich zu engagieren. Ihre Existenz würde über ein Grundeinkommen gesichert; zudem sollten sie ein Rückkehrrecht an ihre alte Arbeitsstelle erhalten. Die 14-köpfige Kommission überreichte ihre insgesamt 55 Empfehlungen am 22. März 2019 an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Sie war im Januar 2018 von der Baden-Württemberg-Stiftung ins Leben gerufen worden. Vorsitzender war der Grünen-Politiker Ralf Fücks.

    libmod.de/…

    Reale Kapitalverluste bei Stiftungen

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    Zum Jahresende gab es insgesamt 22.743 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts in Deutschland und rund 40 Prozent von ihnen haben Probleme, ihr Kapital zu erhalten, meldete der Bundesverband Deutscher Stiftungen am 21. Februar 2019. Sie erwarteten wegen der niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt eine Rendite unterhalb der Inflationsgrenze. Im Jahr zuvor waren das nur 20 Prozent der befragten Stiftungen. 2018 sind laut der Statistik des Bundesverbandes 554 Stiftungen neu errichtet worden, 2017 waren es 549.

    www.stiftungen.org/…

    Mehr Vertrauen in NGOs

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    Das Vertrauen in Nichtregierungsorganisationen (NGO) ist in der deutschen Bevölkerung im vergangenen Jahr von zuvor 37 auf 44 Prozent gewachsen, meldete im Januar 2019 die Kommunikationsagentur Edelman. Auch für Medien und Unternehmen stiegen die Werte, allerdings nur um zwei und drei Prozentpunkte. Gesunken sei das Vertrauen in die Bundesregierung, um drei Prozentpunkte auf 40 Prozent. Außerdem stellt das Barometer einen wachsenden Unterschied zwischen als gut informiert eingestuften Bevölkerungsteilen und der sogenannten breiten Öffentlichkeit fest: Während der Vertrauensindex bei den Informierten 60 Prozent betrage, komme die breite Öffentlichkeit nur auf 42 Prozent. Das entspricht auch der internationalen Entwicklung. Im weltweiten Durchschnitt beträgt der Unterschied 64 zu 50. Das Barometer wurde von der Edelman Intelligence Marktforschung entwickelt; befragt wurden 33.000 Menschen weltweit.

    www.edelman.de/…pdf

    Unternehmensengagement: Gerne lokal und mit Vereinen

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    Die meisten deutschen Unternehmen engagieren sich lokal oder regional, und am häufigsten arbeiten sie dabei mit Vereinen vor Ort zusammen. Nur knapp zehn Prozent – meist international aufgestellte Großkonzerne – kooperieren mit internationalen Nichtregierungsorganisationen (NGO). Das haben der Stifterverband und die Hilfsorganisation Plan International in einer Auswertung („Kooperationen mit internationalen NGOs“) der Zahlen des Corporate Citizenship Survey ermittelt. Für den Survey hatten die Bertelsmann Stiftung und der Stifterverband Angaben von mehr als 7.300 Unternehmen verarbeitet. Eine weitere Studie von Studierenden der Fachhochschule Münster im Auftrag der Aktion Deutschland Hilft ergab, dass Unternehmen am liebsten konkrete Projekte in ihrer Nähe fördern und dabei mit Organisationen zusammenarbeiten, denen sie ein positives und vertrauenswürdiges Image zuschreiben. Wichtige Anlässe sind Katastrophen und wiederkehrende Termine wie Weihnachten. Für diese Studie wurden 159 kleine, mittelständische und große Unternehmen befragt.

    www.ziviz.de/kooperationen-mit-internationalen-ngos
    www.aktion-deutschland-hilft.de/…

    Sozialunternehmen: Innovativ, aber kaufmännisch unsicher

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    Rund 154.000 Sozialunternehmer in der Startphase gab es 2017 in Deutschland, sie führten 108.000 Sozialunternehmen. Das sind neun Prozent aller Gründer. Die Zahlen hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in ihrem Gründungsmonitor gezählt. Die Sozialunternehmer seien überdurchschnittlich innovativ: Rund ein Drittel gründe, um eine Marktneuheit anzubieten, und jeder Vierte entwickle eigene technologische Innovationen bis zur Marktreife, hieß es in der Veröffentlichung der KfW am 6. Januar 2019. Überdurchschnittlich häufig befürchteten Sozialunternehmer, dass sie kaufmännische Defizite hätten. Als Sozialunternehmer betrachtet die KfW solche Unternehmer, die nicht in erster Linie nach Gewinn streben, sondern soziale oder ökologische Ziele haben.

    www.kfw.de/PDF/…