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    Studien/Umfragen

    Mitarbeiterengagement: Meistens freigestellt

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    Mitarbeiterengagement findet großteils in der Arbeitszeit statt, also indem die Mitarbeiter freigestellt werden. Darin sehen die Verfasser (Moritz Blanke, mit Anja Herde, Dr. Reinhard Lang und Ellen Sturm) einen neuen Trend. Sie sind die Autoren der Studie “Corporate Volunteering in Deutschland”, die im April 2018 vom Unternehmensnetzwerk UPJ veröffentlicht wurde. In mehr als drei Vierteln der 60 für die Studie befragten mittelständischen und großen Unternehmen engagierten sich die Mitarbeiter ausschließlich in der Arbeitszeit, überwiegend oder zur Hälfte in der Arbeitszeit. Das deute auf Institutionalisierung, Professionalisierung und eine systematische Herangehensweise hin, so die Autoren. Im Durchschnitt aller in der Studie berücksichtigten Unternehmen wurden die Mitarbeiter 1,9 Tage pro Jahr für gemeinnütziges Engagement freigestellt – dahinter stand eine Bandbreite von 0,6 Tagen bis zu 6 Tagen pro Jahr. Die Studie mit diesen und weiteren Ergebnissen wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

    www.upj.de/nachrichten_detail.81.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=3868&tx_ttnews[backPid]=20&cHash=16c23b61a9

    Integrieren: Sehr hoher Aufwand

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    Geflüchtete in die Betriebe zu integrieren, erfordere einen sehr hohen Unterstützungsaufwand und müsse unbedingt von der Geschäftsleitung getragen werden, so lauten die Ergebnisse, die das Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nach Befragung von sieben Unternehmen veröffentlicht hat. Die Motivation der Bewerber sei hoch, dennoch müssten die Betriebe gerade zu Beginn der Tätigkeit einiges an Unterweisungen leisten. Die Unternehmen und ihre Mitarbeiter hätten ihre neuen Kollegen bei Ämtergängen und Wohnungssuche unterstützt. Dr. Andreas Siegert, Thomas Ketzmerick und Christina Buchwald haben die Erkenntnisse in Form eines Handbuchs veröffentlicht.

    www.zsh-online.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen/6-zsh-reihen/456-handbuch-pilotprojekt-zur-beruflichen-integration-gefluechteter

    Finanzämter: Über Gemeinnützigkeit unterschiedlich entschieden

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    Identische Anträge auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit werden von den zuständigen Finanzämtern in Deutschland unterschiedlich entschieden. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Allianz “Rechtssicherheit für politische Willensbildung”. Für die Untersuchung wurden drei fiktive Vereinssatzungen erstellt und an jeweils mehr als 100 Finanzämter geschickt, mit der Bitte, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit zu prüfen. Erfunden wurden dazu ein Verein “Musik ist Leitkultur”, der sich für ein Bundesgesetz zur Musikschulfinanzierung einsetzen will, ein Verein “Europäische Demokraten”, dessen Engagement einer EU nach dem föderalen Muster der Bundesrepublik Deutschland gilt und der Verein “Farbiges Deutschland”, der sich gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe wendet. Die Hälfte (54 Prozent) der antwortenden Finanzämter erkannte die Satzungen als gemeinnützig an, die andere Hälfte nicht. Ablehnungsgründe waren häufig eine vorgesehene politische Betätigung der Vereine oder eine unpassende Zweckverfolgung hinsichtlich der Abgabenordnung. Der Autor der Studie, Stefan Diefenbach-Trommer, fordert von der Bundesregierung mehr Klarheit und Rechtssicherheit bei den steuerrechtlichen Regelungen und eine Anerkennung politischen Engagements gemeinnütziger Organisationen. Hintergrund ist die juristische Auseinandersetzung um die Aberkennung der Gemeinnützigkeit des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac (bürgerAktiv berichtete). Die Studie wurde von der Otto Brenner Stiftung gefördert.

    www.zivilgesellschaft-ist-gemeinnuetzig.de/finanzamt-studie-gemeinnuetzigkeitsrecht-muss-verbessert-werden/

    www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/PDF/publikationen/bbe-reihe-arbeitspapiere-005.pdf

    www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/engagiert-euch-nicht/

    Spenden 2017: Weniger, aber aktivere Spender

    253 169 Stiftung Aktive Bürgerschaft

    Die Zahl der deutschen Privatpersonen, die 2017 in Deutschland Geld für wohltätige Zwecke spendeten, ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Millionen auf 21 Millionen gesunken. Diese Spender spendeten jedoch häufiger, so dass der Schnitt von 35 Euro pro Spende unverändert blieb. Insgesamt gaben die Deutschen 2017 rund 5,2 Milliarden Euro an gemeinnützige Organisationen. Diese Zahlen veröffentlichte am 26. Februar 2018 der Deutsche Spendenrat e.V. in seiner “Bilanz des Helfens”. Sie wurden in der Studie GfK Charity Scope erhoben, die auf fortlaufenden Daten von 10.000 Teilnehmern beruht. Nicht in der Statistik enthalten sind unter anderem Erbschaften, Unternehmensspenden, Parteispenden und Großspenden über 2.500 Euro.

    www.spendenrat.de/2018/02/26/bilanz-des-helfens-2018/

    Flüchtlingsinitiativen: Fördermittel kommen nicht überall an

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    Die staatlichen Fördermittel für Flüchtlingsinitiativen kommen nicht bei allen Organisationen an. Laut einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung und des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) rufen nur knapp zwei Drittel der Initiativen und vor allem größere Organisationen die Zuwendungen ab. Zu den Hindernissen gehört, dass bereits begonnene Projekte nicht gefördert werden, oder die Vorgabe, dass die Engagierten einen Verein gründen müssen. Die Befragten nannten auch Zeitknappheit, mangelnde Informationen und den Wunsch nach Unabhängigkeit als Gründe, keine Förderung zu beantragen.

    www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2018/februar/geld-fuer-fluechtlingshilfe-kommt-bei-vielen-initiativen-nicht-an/
    www.spiegel.de/politik/deutschland/studie-geld-fuer-fluechtlingshilfe-kommt-oft-nicht-an-a-1194379.html

    Bundesfamilienministerium: Flüchtlingshelfer zweifeln an Wirksamkeit

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    In der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen wünschen sich vor allem eine schnellere und unkompliziertere Zusammenarbeit zwischen Ämtern und Flüchtlingshelfern (61 Prozent), außerdem mehr Übersetzer (56 Prozent) und Unterstützung von Experten, z. B. bei Verwaltungsangelegenheiten oder bei rechtlichen Fragen (50 Prozent). Dies ist in der repräsentativen Studie “Engagement in der Flüchtlingshilfe” zu lesen, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt hat. Seit 2015 haben rund 55 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren Hilfe für Geflüchtete geleistet, sei es durch Geld- und Sachspenden, öffentliche Fürsprache oder aktive Hilfen. Derzeit sind noch 19 Prozent aktiv. Die Integrationschancen der Geflüchteten beurteilen mit jeweils 42 Prozent der befragten Helfer genauso viele positiv wie negativ. Eine klare Mehrheit von 58 Prozent allerdings ist skeptisch, ob sich die Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren werden. Ein Teil der Befragten macht Integrationshemmnisse in unzureichenden Rahmenbedingungen aus, wenn beispielsweise Flüchtlinge unabhängig von ihren Integrationsbemühungen abgeschoben würden. Während eine große Mehrheit der Helfer von den Flüchtlingen viel Dankbarkeit für ihr Engagement bekommt, hat nur jeder zweite das Gefühl, wirklich etwas zu bewirken. Für die Studie wurden im April 2017 bundesweit 1.387 Personen ab 16 Jahren persönlich befragt.

    www.bmfsfj.de/bmfsfj/studie-zeigt–viele-menschen-engagieren-sich-freiwillig-fuer-fluechtlinge/121758
    www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/engagement-in-der-fluechtlingshilfe/122012

    International: Sinkendes Vertrauen in NGO

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    Das aktuelle Edelman Trust Barometer 2018 zeigt ein sinkendes Ansehen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unter anderem in der deutschen und in der US-amerikanischen Bevölkerung. So sank der Anteil der online Befragten, die NGOs vertrauen, in den USA um 9 Prozentpunkte auf 49 Prozent. In Deutschland ging er um zwei Prozentpunkte auf 37 Prozent zurück. Besonders große Veränderungen gab es in Schweden, hier stieg der Wert um 19 Prozentpunkte auf 42 Prozent, und in Italien sank er um 13 Prozentpunkte auf 46 Prozent. Für das Trust Barometer hat das Marktforschungsunternehmen Edelman Intelligence insgesamt 33.000 Menschen in 28 Ländern befragt. Die Daten werden jährlich erhoben.

    cms.edelman.com/sites/default/files/2018-02/2018_Edelman_Trust_Barometer_Global_Report_FEB.pdf
    www.presseportal.de/pm/63507/3847071

    Asien: Misstrauen gegen Nonprofits

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    Asiatische Spender haben Vorbehalte gegenüber Nonprofit-Organisationen. Gründe sind dem Centre for Asian Philanthropy and Society (CAPS) zufolge wiederkehrende Skandale, Intransparenz und Unberechenbarkeit. CAPS ist ein in Hongkong ansässiges Forschungs- und Beratungsinstitut. Seinem Report “Doing Good Index 2018” zufolge mangelt es unter anderem an Daten über Nonprofit-Organisationen. Der Index untersucht 15 asiatische Länder.

    caps.org/our-research/doing-good-index-2018/

    Bürgerhilfevereine: Fragile Leistungsbereitschaft

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    Kann ehrenamtliches Engagement die Lücken in der Daseinsvorsorge füllen, die der demografische Wandel vor allem in ländlichen Gebieten aufreißt? Dieser Frage ist das Projekt “Bürgerhilfevereine und Sozialgenossenschaften als Partner der Daseinsvorsorge – Modellentwicklung zur ergänzenden Hilfeleistung für ältere Menschen in ländlichen Räumen” (BUSLAR) der Hochschulen Fulda und München nachgegangen. Die untersuchten Vereine in Osthessen und in Oberbayern bieten beispielsweise Fahrdienste, Hilfe im Haushalt oder Einkäufe an, und sie organisieren Gesprächsrunden, Kaffeenachmittage und Ausflüge. Die Engagierten, meist selbst schon älter, möchten das Gemeinwesen stärken und etwas Sinnvolles tun. Was sie nicht möchten, ist, ein zweites Berufsleben aufzubauen. Deshalb beschränken sie ihre Einsätze auf die Zeitfenster, die ihre sonstigen Verpflichtungen ihnen übrig lassen. Die Leistungsfähigkeit der Vereine sei daher fragil, so die Wissenschaftlerinnen Prof. Dr. Monika Alisch und Prof. Dr. Martina Ritter. Ihr Fazit: Selbstorganisierte Bürgerhilfevereine können die Daseinsvorsorge nicht entlasten, sondern brauchen selbst Förderung von den Kommunen. Dann können sie zum sozialen und kulturellen Leben beitragen und den Bewohnern den Zugang zu den Gütern der Gesellschaft ermöglichen. Die Studie soll im Sommer publiziert werden.

    www.buslar.de/
    www.presseportal.de/pm/121509/3819566

    Studie: Mitarbeiter-Einsätze fördern Betriebsklima

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    Bessere Stimmung im Team und neue Kollegen kennengelernt: Diese zwei Effekte stellen sich ein, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter für Tageseinsätze zu gemeinnützigen Zwecken freistellen. Das fand das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) in einer Befragung unter 120 Personen heraus. Die meisten Befragten hatten an freiwilligen Tageseinsätzen teilgenommen. Die Hälfte von ihnen gab als Motiv an, freiwilliges Engagement kennenlernen zu wollen. Zwei Drittel nannten “Gutes tun” und Sinnstiftung als Motive. Die positiven Effekte auf das Betriebsklima bestätigten 90 Prozent der Mitarbeiter.

    www.kulturwissenschaften.de/home/index.html
    www.kwi-nrw.de/images/text_material-3796.img