Beiträge mit den Schlagworten :

    Studien und Umfragen

    Reale Kapitalverluste bei Stiftungen

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    Zum Jahresende gab es insgesamt 22.743 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts in Deutschland und rund 40 Prozent von ihnen haben Probleme, ihr Kapital zu erhalten, meldete der Bundesverband Deutscher Stiftungen am 21. Februar 2019. Sie erwarteten wegen der niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt eine Rendite unterhalb der Inflationsgrenze. Im Jahr zuvor waren das nur 20 Prozent der befragten Stiftungen. 2018 sind laut der Statistik des Bundesverbandes 554 Stiftungen neu errichtet worden, 2017 waren es 549.

    www.stiftungen.org/…

    Mehr Vertrauen in NGOs

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    Das Vertrauen in Nichtregierungsorganisationen (NGO) ist in der deutschen Bevölkerung im vergangenen Jahr von zuvor 37 auf 44 Prozent gewachsen, meldete im Januar 2019 die Kommunikationsagentur Edelman. Auch für Medien und Unternehmen stiegen die Werte, allerdings nur um zwei und drei Prozentpunkte. Gesunken sei das Vertrauen in die Bundesregierung, um drei Prozentpunkte auf 40 Prozent. Außerdem stellt das Barometer einen wachsenden Unterschied zwischen als gut informiert eingestuften Bevölkerungsteilen und der sogenannten breiten Öffentlichkeit fest: Während der Vertrauensindex bei den Informierten 60 Prozent betrage, komme die breite Öffentlichkeit nur auf 42 Prozent. Das entspricht auch der internationalen Entwicklung. Im weltweiten Durchschnitt beträgt der Unterschied 64 zu 50. Das Barometer wurde von der Edelman Intelligence Marktforschung entwickelt; befragt wurden 33.000 Menschen weltweit.

    www.edelman.de/…pdf

    Unternehmensengagement: Gerne lokal und mit Vereinen

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    Die meisten deutschen Unternehmen engagieren sich lokal oder regional, und am häufigsten arbeiten sie dabei mit Vereinen vor Ort zusammen. Nur knapp zehn Prozent – meist international aufgestellte Großkonzerne – kooperieren mit internationalen Nichtregierungsorganisationen (NGO). Das haben der Stifterverband und die Hilfsorganisation Plan International in einer Auswertung („Kooperationen mit internationalen NGOs“) der Zahlen des Corporate Citizenship Survey ermittelt. Für den Survey hatten die Bertelsmann Stiftung und der Stifterverband Angaben von mehr als 7.300 Unternehmen verarbeitet. Eine weitere Studie von Studierenden der Fachhochschule Münster im Auftrag der Aktion Deutschland Hilft ergab, dass Unternehmen am liebsten konkrete Projekte in ihrer Nähe fördern und dabei mit Organisationen zusammenarbeiten, denen sie ein positives und vertrauenswürdiges Image zuschreiben. Wichtige Anlässe sind Katastrophen und wiederkehrende Termine wie Weihnachten. Für diese Studie wurden 159 kleine, mittelständische und große Unternehmen befragt.

    www.ziviz.de/kooperationen-mit-internationalen-ngos
    www.aktion-deutschland-hilft.de/…

    Sozialunternehmen: Innovativ, aber kaufmännisch unsicher

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    Rund 154.000 Sozialunternehmer in der Startphase gab es 2017 in Deutschland, sie führten 108.000 Sozialunternehmen. Das sind neun Prozent aller Gründer. Die Zahlen hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in ihrem Gründungsmonitor gezählt. Die Sozialunternehmer seien überdurchschnittlich innovativ: Rund ein Drittel gründe, um eine Marktneuheit anzubieten, und jeder Vierte entwickle eigene technologische Innovationen bis zur Marktreife, hieß es in der Veröffentlichung der KfW am 6. Januar 2019. Überdurchschnittlich häufig befürchteten Sozialunternehmer, dass sie kaufmännische Defizite hätten. Als Sozialunternehmer betrachtet die KfW solche Unternehmer, die nicht in erster Linie nach Gewinn streben, sondern soziale oder ökologische Ziele haben.

    www.kfw.de/PDF/…

    Haupt- und Nebenamt: Mangelndes Verständnis, undefinierte Rollen

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    Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt hängt wesentlich von gegenseitigem Verständnis ab – daran haperte es häufig bei den Helfern in der Arbeit mit Geflüchteten. Das stellt die Studie „Kooperation von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Geflüchteten“ fest, die die INBAS-Sozialforschung GmbH Ende September veröffentlicht hat, und die die Zusammenarbeit zwischen Helfern und Behörden beleuchtet. Beispielsweise missachteten manche Ehrenamtliche die Arbeitnehmerrechte der Hauptamtlichen auf Feierabend, Wochenende oder Pausen. Umgekehrt erfreue sich bei Hauptamtlichen die Betrachtung von Ehrenamtlichen als untergebene und weisungsgebundene Helferinnen und Helfer großer Beliebtheit. Zu den Empfehlungen der Autoren gehört unter anderem, die Rolle von Ehrenamtlichen besser zu definieren und längerfristige Strukturen für die Zusammenarbeit zu schaffen. Die Studie ist vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert worden.
    www.bamf.de/…

    Engagementpotenzial bei Senioren

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    Knapp 80 Prozent der 50- bis 75-Jährigen können sich vorstellen, ein ganz neues Projekt anzugehen, rund die Hälfte von ihnen kann sich vorstellen, selbst eine Organisation aufzubauen, die der Gesellschaft hilft. 42 Prozent dieser Altersgruppe plant ein konkretes Engagement in seinem Ruhestand, 44 Prozent der Rentner unter ihnen sind bereits gesellschaftlich engagiert. Diese Zahlen hat die forsa Politik- und Sozialforschung GmbH im Auftrag der Körber Stiftung erhoben. Für die Studie „Aufbruch: Gründergeist und soziale Verantwortung“ waren im Juli 2018 1.521 zufällig ausgewählte Bürger zwischen 18 und 75 Jahren befragt worden.
    www.koerber-stiftung.de/…

    Corporate Citizenship: Unternehmen besser als ihr Ruf

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    Die deutschen Unternehmen spenden rund eine Milliarde Euro mehr für gemeinnützige Zwecke als bisher geschätzt. Ihre Geldspenden lägen bei 9,5 Milliarden Euro im Jahr, meldeten Anfang Dezember 2018 der Stifterverband und die Bertelsmann Stiftung. Laut ihrem „Corporate Citizenship Survey 2018“ kommen noch Sachspenden und gemeinnützige Arbeitseinsätze der Beschäftigten in der Arbeitszeit hinzu. Gut 25 Prozent der Unternehmen stellten regelmäßig Mitarbeiter für gesellschaftliches Engagement frei. Ein Drittel spende regelmäßig Möbel oder Lebensmittel. Rund die Hälfte der Spendensumme komme von kleinen Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern, heißt es in dem Survey. Insgesamt lägen die Spenden der Unternehmen damit vermutlich über zehn Milliarden Euro.
    www.stifterverband.org/…

    Spenden: Männer reagieren stärker auf Anreize

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    Männer spenden größere Summen als Frauen, meldete im Oktober 2018 das Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB). Sie reagierten auch deutlich stärker als Frauen auf Anreize wie Status und Anerkennung und ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis. Das haben Experimente mit dem Publikum der Bayerischen Staatsoper sowie ein Laborexperiment ergeben, wie Maja Adena und Katharina Dorn vom WZB in den WZB-Mitteilungen im September 2018 berichteten.

    bibliothek.wzb.eu/artikel/2018/f-21484.pdf

    Wissenschaft: Zweifel an Gemeinwohlorientierung

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    Dass Wissenschaftler an das Gemeinwohl denken, erwartet eine Mehrheit der Deutschen, nämlich 77 Prozent der Deutschen. Dass sie es tatsächlich tun, glauben allerdings nur rund 40 Prozent. Das hat das Wissenschaftsbarometer 2018 ergeben, für das rund tausend Menschen ab 14 Jahren in Deutschland befragt wurden. Demnach stimmten nur 47 Prozent ganz oder teilweise der Aussage zu, dass Wissenschaftler im Interesse der Öffentlichkeit forschten, und nur die besagten 40 Prozent bejahten, dass Wissenschaftler zum Wohle der Gesellschaft arbeiten. Herausgeber des Wissenschaftsbarometers ist die Wissenschaft im Dialog GmbH, eine Organisation wissenschaftlicher Einrichtungen.

    www.wissenschaft-im-dialog.de/….pdf

    Politische Haltung: Unliebsame Positionen werden bestraft

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    Unternehmen sollen sich aus politischen Diskussionen heraushalten, meint eine knappe Mehrheit der Deutschen. Das hat eine repräsentative Befragung der Kommunikationsagentur JP/KOM und des Meinungsforschungsinstituts Civey unter 5.000 Teilnehmern im September 2018 ergeben. 58,6 Prozent der Befragten wünschten, dass Unternehmen sich politisch neutral verhielten. Unter den AfD-Wählern waren es sogar knapp 80 Prozent, unter den Wählern von CDU/CSU und FDP mehr als 60 Prozent. Entsprechend mehr Wähler von Bündnis 90/Grüne, SPD und Linke wünschten sich politisch aktive Unternehmen. Dagegen würden jeweils rund 40 Prozent der Befragten häufiger die Produkte eines Unternehmens kaufen, wenn es öffentlich eine politische Position bezöge, die man teilte. Zwei Drittel hatten schon einmal ein Unternehmen aus politischen Gründen boykottiert.
    In den vergangenen Wochen hatten sich Wirtschaftslenker immer wieder für Integration und Toleranz ausgesprochen (bürgerAktiv berichtete). Ende Oktober 2018 sagte unter anderen der Vorstandsvorsitzende des Siemens-Konzerns, Joe Kaeser, auf öffentlichen Druck hin die Teilnahme an einer Konferenz in Saudi-Arabien ab, nachdem im saudischen Konsulat in Istanbul ein Journalist ermordet worden war.

    www.jp-kom.de/…

    www.csr-news.net/news/…