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    Studien und Umfragen

    Spenden: Männer reagieren stärker auf Anreize

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    Männer spenden größere Summen als Frauen, meldete im Oktober 2018 das Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB). Sie reagierten auch deutlich stärker als Frauen auf Anreize wie Status und Anerkennung und ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis. Das haben Experimente mit dem Publikum der Bayerischen Staatsoper sowie ein Laborexperiment ergeben, wie Maja Adena und Katharina Dorn vom WZB in den WZB-Mitteilungen im September 2018 berichteten.

    bibliothek.wzb.eu/artikel/2018/f-21484.pdf

    Wissenschaft: Zweifel an Gemeinwohlorientierung

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    Dass Wissenschaftler an das Gemeinwohl denken, erwartet eine Mehrheit der Deutschen, nämlich 77 Prozent der Deutschen. Dass sie es tatsächlich tun, glauben allerdings nur rund 40 Prozent. Das hat das Wissenschaftsbarometer 2018 ergeben, für das rund tausend Menschen ab 14 Jahren in Deutschland befragt wurden. Demnach stimmten nur 47 Prozent ganz oder teilweise der Aussage zu, dass Wissenschaftler im Interesse der Öffentlichkeit forschten, und nur die besagten 40 Prozent bejahten, dass Wissenschaftler zum Wohle der Gesellschaft arbeiten. Herausgeber des Wissenschaftsbarometers ist die Wissenschaft im Dialog GmbH, eine Organisation wissenschaftlicher Einrichtungen.

    www.wissenschaft-im-dialog.de/….pdf

    Politische Haltung: Unliebsame Positionen werden bestraft

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    Unternehmen sollen sich aus politischen Diskussionen heraushalten, meint eine knappe Mehrheit der Deutschen. Das hat eine repräsentative Befragung der Kommunikationsagentur JP/KOM und des Meinungsforschungsinstituts Civey unter 5.000 Teilnehmern im September 2018 ergeben. 58,6 Prozent der Befragten wünschten, dass Unternehmen sich politisch neutral verhielten. Unter den AfD-Wählern waren es sogar knapp 80 Prozent, unter den Wählern von CDU/CSU und FDP mehr als 60 Prozent. Entsprechend mehr Wähler von Bündnis 90/Grüne, SPD und Linke wünschten sich politisch aktive Unternehmen. Dagegen würden jeweils rund 40 Prozent der Befragten häufiger die Produkte eines Unternehmens kaufen, wenn es öffentlich eine politische Position bezöge, die man teilte. Zwei Drittel hatten schon einmal ein Unternehmen aus politischen Gründen boykottiert.
    In den vergangenen Wochen hatten sich Wirtschaftslenker immer wieder für Integration und Toleranz ausgesprochen (bürgerAktiv berichtete). Ende Oktober 2018 sagte unter anderen der Vorstandsvorsitzende des Siemens-Konzerns, Joe Kaeser, auf öffentlichen Druck hin die Teilnahme an einer Konferenz in Saudi-Arabien ab, nachdem im saudischen Konsulat in Istanbul ein Journalist ermordet worden war.

    www.jp-kom.de/…

    www.csr-news.net/news/…

    Stiftung&Sponsoring: Bürgerstiftungen und das Ehrenamt

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    Die Bürgerstiftung Hamburg regt Bürger zum Engagement an: “Mit klaren Aufgabenbereichen und Verantwortlichkeiten, der Einarbeitung der Ehrenamtlichen, deren Begleitung im Engagement mit Informations- und Austauschtreffen und Reflexionsgesprächen, schafft sie den Rahmen für eine gute Zusammenarbeit”, schildern Christiane Biedermann und Jonas Rugenstein das Vorgehen der Bürgerstiftung, die kontinuierlich neue Ehrenamtliche gewinnt. Mit dem Beispiel aus Hamburg und einem weiteren Beispiel aus Wiesloch veranschaulichen sie zwei Ansätze des Freiwilligenmanagements, mit dem Bürgerstiftungen erfolgreich sind. Der Beitrag ist unter dem Titel “Auf Wachstumskurs” in Stiftung&Sponsoring (Ausgabe 5 | 2018) erschienen.

    www.stiftung-sponsoring.de

    Forschung: Big Brother für den guten Zweck

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    Soziale Kontrolle erzeugt sozial erwünschtes Verhalten, das ist logisch und bekannt. Interessanterweise braucht man dazu jedoch gar keine echten Personen, die ihre Mitmenschen überwachen. Wie Tests mit einer Spendenbox in einem US-amerikanischen Kindermuseum zeigten, reicht schon die Abbildung eines Augenpaars, um Menschen tiefer in die Tasche greifen zu lassen. Eine Psychologie-Doktorandin der University of Virginia hatte den schriftlichen Hinweis, dass Spenden erwünscht sind, an der Spendenbox durch verschiedene Piktogramme mit Bildern von Augen, Ohren, einer Nase oder einem Sessel ersetzt. Ergebnis: Die Augen wirkten am stärksten. Die Spende pro Besucher erhöhte sich zwar nur um durchschnittlich einen US-Cent pro Besucher. Doch das summierte sich auf einen Zuwachs von zwölf US-Dollar pro Woche zum üblichen Spendenaufkommen von 15 US-Dollar.

    www.pressetext.com/news/20181019004

    Report Bürgerstiftungen 2018: Deutlich mehr Ehrenamtliche

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    Bürgerstiftungen haben in den vergangenen sieben Jahren einen großen Zulauf an Ehrenamtlichen verzeichnet: Ihre Zahl in den Projekten und Geschäftsstellen ist auf rund 22.000 gestiegen – 2011 waren es 8.000. Die Zahlen wurden unter den Bürgerstiftungen ermittelt, die den “10 Merkmalen einer Bürgerstiftung” des Bundesverbands Deutscher Stiftungen entsprechen, und sind von der Aktiven Bürgerschaft im neuen “Report Bürgerstiftungen 2018. Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen” veröffentlicht worden. Mehr dazu in der Rubrik Bürgerstiftungen.

    www.aktive-buergerschaft.de/reportbuergerstiftungen

    Report Bürgerstiftungen 2018: Erfolgreiches Freiwilligenmanagement

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    Bürgerstiftungen ermöglichen ehrenamtliches Engagement vor Ort auf zwei Wegen: Sie treten als Engagement-Entwickler auf und als Engagement-Anbieter. Als Entwickler helfen sie Einzelpersonen und Initiativen, deren eigene Ideen unter dem Dach der Bürgerstiftung umzusetzen. Als Anbieter von Engagement laden sie Bürgerinnen und Bürger ein, in den Projekten der Bürgerstiftung mitzumachen.
    Mit diesen Formen des Freiwilligenmanagements ist es den Bürgerstiftungen gelungen, kontinuierlich immer mehr Ehrenamtliche zu gewinnen. Die Zahl der Menschen, die sich in Projekten von Bürgerstiftungen ehrenamtlich engagieren, ist seit 2011 von 8.000 auf 22.000 (2017) gestiegen. Weitere 5.000 Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich als Vorstand, im Stiftungsrat oder im Kuratorium von Bürgerstiftungen.
    Diese Zahlen und weitere Details sind nachzulesen im Report Bürgerstiftungen 2018, der am 27. September 2018 von der Aktiven Bürgerschaft veröffentlicht worden ist. Er basiert auf Daten von Bürgerstiftungen, die den “10 Merkmalen einer Bürgerstiftung” entsprechen.

    www.aktive-buergerschaft.de/buergerstiftungen/buergerstiftungen-in-zahlen/

    Genossenschaftsbanken: Förderung vor Ort

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    Mit insgesamt 145 Millionen Euro haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken 2017 vor Ort vor allem Kinder und Jugendliche, alte Menschen und Sport gefördert. Diese Zahl veröffentlichte der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem Engagementbericht 2017. 106 Millionen der Summe gingen als Spenden an regionale Vereine, Institutionen und soziale Einrichtungen, rund 30 Millionen Euro flossen als Sponsoring in Veranstaltungen und Aktionen. Darüber hinaus gaben die genossenschaftlichen Bankinstitute rund zehn Millionen an geldwerten Leistungen für gemeinnützige Zwecke aus. Gewachsen ist auch das Stiftungsvermögen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, und zwar auf 301 Millionen Euro – 2010 lag es noch bei 140 Millionen Euro. Aus den Erträgen standen für die Förderung gemeinnütziger Zwecke neun Millionen Euro zur Verfügung.

    www.bvr.de/…

    Social Impact Bonds: Nur das Ergebnis zählt

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    Social Impact Bonds, bei denen private Investoren eine soziale Dienstleistung vorfinanzieren und im Erfolgsfall vom Staat das Geld mitsamt einer Rendite zurückerhalten, werden bislang noch in Modellprojekten erprobt. Die Studie “Der Social Impact Bond – Konzept und Implementierung” wertet die Forschungsliteratur zu Social Impact Bonds in verschiedenen europäischen Ländern aus und stellt fest, dass eine Skalierung nicht in Sicht ist, selbst wenn, wie in Deutschland, die Bewertung eines Bonds positiv ausfällt (bürgerAktiv berichtete). Inhaltlich kritisieren die Autoren Prof. Dr. Monika Burmester, Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt (beide Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe) und Dr. Gertrud Kühnlein (Sozialforschungsstelle Dortmund), dass die Bonds ihre Wirkungsorientierung rein auf das Ergebnis ausrichten, das den Kreditgebern die Rückzahlung ihrer Investition ermöglicht. Die Interessen der Klientinnen und Klienten spielten in der Wirkungsmessung keine Rolle. Die Studie ist als Working Paper der Hans-Böckler-Stiftung erschienen.

    www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_089_2018.pdf

     

    Influencer: Twitter und die Super-Stars

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    Vorbilder sind wichtig. Manche von ihnen heißen “Influencer” und sind Menschen, die in den sozialen Medien den Ton angeben. Neben Naturtalenten wie den Mitgliedern der Familie Kardashian gibt es auch Influencer, die etwas gelernt haben und sich für gute Sachen einsetzen. So führt der Schauspieler Leonardo DiCaprio die Liste “Celebrities in Sustainability” – Prominente für Nachhaltigkeit – an, und in der Nachbarrubrik “Campaigners” – Kampagnenmacher – rangiert Ex-US-Präsident Al Gore mit seinen Umweltschutz-Tweets auf Platz 1. Genau: Um Twitter-Nachrichten geht es hier. Wie viele Menschen ihnen folgen und sie liken, hat die Beratungsgesellschaft onalytica untersucht und in ihrer Studie “Sustainability Top Influencer, Brands and Publications” veröffentlicht. 3,8 Millionen Twitter-Meldungen, ihre Reichweite und Resonanz, wurden analysiert. Allein DiCaprio, der gegen den Klimawandel kämpft, hat 18 Millionen Follower. Vielleicht lässt sich die Erde ja doch noch retten.

    umweltdialog.de/de/management/auszeichnungen/2018/Wer-sind-die-Top-Influencer-der-Nachhaltigkeit.php

     

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