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Studien und Umfragen

Studie: Wie Rechte in Vereinen und Verbänden Einfluss nehmen

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Rechtspopulisten und Rechtsextremisten versuchen, in der organisierten Zivilgesellschaft Fuß zu fassen und diese zu beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommen vier Forscher der Universität Kassel um den Politologen Wolfgang Schroeder in einer Studie mit dem Titel „Bedrängte Zivilgesellschaft von rechts“. Sie haben im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung der IG Metall untersucht, wie Rechte versuchen, in Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden sowie Sport- und Kulturvereinen Einfluss zu gewinnen und wie diese darauf reagieren. Dazu haben sie 40 Interviews mit Repräsentanten dieser Organisationen und der AfD geführt.

Demnach gehen die Rechten häufig nach einem bestimmten Schema vor: Sie würden bestehende Missstände aufgreifen und so Konflikte intensivieren und in ihrem Sinne nutzen. Gewerkschafter oder Caritas-Vertreter würden als „Arbeiterverräter“ oder als „Verräter christlicher Werte“ bezeichnet oder wegen des „Verrats am nationalen Sport und der deutschen Kultur“ sowie wegen „unzureichender Unterstützung deutscher Hilfsbedürftiger“ kritisiert. Die Reaktionen der betroffenen Organisationen seien unterschiedlich: Sie schwankten zwischen Ignorieren, Auseinandersetzen, Ausschließen und Abgrenzen.

WWW.OTTO-BRENNER-STIFTUNG.DE/…
WWW.SUEDDEUTSCHE.DE/…

Digitalisierung: Organisationen fehlt es an Ressourcen und Wissen

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57 Prozent der Non-Profit-Organisationen in Deutschland geben an, nicht über ausreichende Ressourcen für die Anwendung neuer Tools zu verfügen, 37 Prozent erklären, dass ihr Wissen dafür nicht ausreiche und gerade mal 1,1 Prozent der Organisationen haben laut ihrer Selbsteinschätzung genug Wissen und Ressourcen. Das geht aus dem Digital-Report 2020 hervor, für den das „Haus des Stiftens“ in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim zwischen August 2019 und März 2020 über 5.000 Organisationen befragt hat. Der Digital Report ist die größte Studie zum Thema Digitalisierung bei Non-Profit-Organisationen in Deutschland. 

WWW.DIGITAL-REPORT.ORG/REPORT

Digitalisierung: Organisationen fehlt es an Ressourcen und Wissen

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57 Prozent der Non-Profit-Organisationen in Deutschland geben an, nicht über ausreichende Ressourcen für die Anwendung neuer Tools zu verfügen, 37 Prozent erklären, dass ihr Wissen dafür nicht ausreiche und gerade mal 1,1 Prozent der Organisationen haben laut ihrer Selbsteinschätzung genug Wissen und Ressourcen. Das geht aus dem Digital-Report 2020 hervor, für den das „Haus des Stiftens“ in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim zwischen August 2019 und März 2020 über 5.000 Organisationen befragt hat. Der Digital Report ist die größte Studie zum Thema Digitalisierung bei Non-Profit-Organisationen in Deutschland. 

WWW.DIGITAL-REPORT.ORG/REPORT

„AWV“: 42 Tage im Jahr für Bürokratie

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42 Tage im Jahr oder 6,5 Stunden pro Woche muss sich „ein typischer, mittelgroßer Verein mit einem aktiven Vereinsleben“ um die Erfüllung bürokratischer Vorgaben kümmern. Das geht aus einer Studie hervor, die Prognos im Auftrag des Normenkontrollrates Baden-Württemberg erstellt hat. Jan Tiessen und Alina Fischer vom Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos stellen in der Ausgabe von März/April der Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaftliche Verwaltung (AWV) ihre Untersuchungen vor.

Um die Bürokratielast für die Vereine zu mindern, empfehlen sie der Landesregierung Ehrenamtsbeauftragte einzusetzen „als Sprachrohr und Interessensvertreter der Vereine und Ehrenamtlichen in der Gesetzesformulierung, aber auch als Berater und Behördenlotse“. Das bedeute zwar einen Mehraufwand für die Verwaltung, sei aber „eine Investition, die sich angesichts der Bedeutung des Ehrenamtes für den sozialen Zusammenhalt lohnen wird!“

WWW.AWV-NET.DE/…

Digitalisierung: Organisationen fehlt es an Ressourcen und Wissen

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57 Prozent der Non-Profit-Organisationen in Deutschland geben an, nicht über ausreichende Ressourcen für die Anwendung neuer Tools zu verfügen, 37 Prozent erklären, dass ihr Wissen dafür nicht ausreiche und gerade mal 1,1 Prozent der Organisationen haben laut ihrer Selbsteinschätzung genug Wissen und Ressourcen. Das geht aus dem Digital-Report 2020 hervor, für den das „Haus des Stiftens“ in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim zwischen August 2019 und März 2020 über 5.000 Organisationen befragt hat. Der Digital Report ist die größte Studie zum Thema Digitalisierung bei Non-Profit-Organisationen in Deutschland. 

WWW.DIGITAL-REPORT.ORG/REPORT

NGOs von Hasskommentaren besonders stark betroffen

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45 Prozent der Personen, die in den Kommunikationsabteilungen von Unternehmen, Behörden oder Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in Deutschland arbeiten, haben in ihrer täglichen Arbeit mit Hasskommentaren zu tun, die sie über die sozialen Medien erreichen. Insgesamt nehmen Kommunikationsexperten einen Anstieg des Phänomens insbesondere seit 2015 wahr. Besonders stark sind dabei Behörden (59 Prozent) und NGOs (55 Prozent) von „Hate Speech“ betroffen, aber auch bei Unternehmen sind es noch knapp 33 Prozent. 

Das geht aus einer Studie von Daniela Stockmann, Professorin der Hertie School in Berlin, hervor, die diese im Auftrag des Bundesverbands der Kommunikatoren (BdKom), der Forschungsgruppe Modellprojekte und der Amadeu Antonio Stiftung durchgeführt hat. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung von PR-Experten aus verschiedenen Bereichen, an der 715 Personen teilgenommen haben.

Rund die Hälfte der Kommunikationsverantwortlichen hat sich aus Angst vor negativen Kommentaren schon mindestens einmal bewusst entschieden, bestimmte Themen nicht in Social Media zu teilen. „Dieses Ergebnis macht deutlich, dass Hassrede eine ernste Bedrohung des öffentlichen Diskurses darstellt“, so Stockmann.

Alle Ergebnisse und Hilfestellungen für den Umgang mit „Hate Speech“ haben der BdKom und die Amadeu Antonio Stiftung auf der Webseite hatespeechentgegentreten.de zusammengetragen.

WWW.HATESPEECHENTGEGENTRETEN.DE/STUDIE/

FDP-Gutachten: Engagement in NRW Milliarden wert

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Die FDP-Landtagsfraktion von Nordrhein-Westfalen hat ein Gutachten erstellen lassen, um den monetären Wert des Ehrenamtes in ihrem Bundesland zu berechnen. Setzt man dabei den derzeit geltenden Mindestlohn von 9,19 Euro für eine Stunde Engagement an, leisten die Menschen in NRW demnach jedes Jahr Arbeit im Wert von rund 6,4 Milliarden Euro. Legt man den Bruttodurchschnittsstundenverdienst für Nordrhein-Westfalen an, steigt der Betrag auf 12,5 Milliarden Euro an. Noch höher ist der Wert, wenn man berücksichtigt, dass viele der Engagierten ihre beruflichen Qualifikationen für ihr Engagement einsetzen: 14,77 Mrd. € sind es, wenn man die Qualifizierungen der Engagierten mit branchenüblichen Entgelten des produzierenden und dienstleistenden Gewerbes in NRW ansetzt.

Rund ein Drittel der befragten Menschen ab 18 Jahren in NRW gaben an, bürgerschaftlich engagiert zu sein. 3 Stunden pro Woche wenden die Bürger in NRW durchschnittlich für ihr Engagement auf. Das Gutachten ist im Januar 2020 erschienen.

FDP.FRAKTION.NRW/…

Anzahl der Spender sinkt

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Die Anzahl der privaten Spender ist in Deutschland seit 2005 stark gesunken. Das geht aus der „Bilanz des Helfens“ hervor, einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die der Deutsche Spendenrat jährlich in Auftrag gibt und veröffentlicht. Demnach haben im Jahr 2019 nur noch 19,5 Millionen Menschen eine Geldspende getätigt, 2018 waren es noch 20,5 Millionen und im Jahr 2005, als die Erhebung des Spendenrates zum ersten Mal veröffentlicht wurde, waren es noch 34,6 Millionen Personen. Dennoch war das Spendenvolumen 2019 auf hohem Niveau: 5,1 Milliarden Euro gaben die Deutschen letztes Jahr für den guten Zweck – das fünftbeste Ergebnis seit 2005.

Das relativ gute Ergebnis kam dadurch zustande, dass die einzelnen Spender letztes Jahr laut der Studie mit durchschnittlich sieben Mal so häufig wie noch nie etwas für den guten Zweck gegeben haben und die durchschnittliche Spende mit 37 Euro weiterhin auf einem hohem Niveau lag.

Der Spendenrat untersucht nicht nur das Spendenvolumen sondern auch die Anzahl der Spender, die Spendenhäufigkeit und das Alter der Spender, während andere Analysen, wie die des Statistischen Bundesamtes, vor allem die Spendensumme erheben (siehe dazu auch die Nachricht in der Rubrik „Politik und Staat“).

WWW.SPENDENRAT.DE/…/BILANZ_DES_HELFENS_2020.PDF

Frauen haben in NGOs schlechtere Karrierechancen als Männer

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Rund 70 Prozent der Arbeitnehmer im Nichtregierungs- und Stiftungssektor sind Frauen. In den Führungsetagen hingegen haben Männer das Sagen: Nur etwa 30 Prozent der Leitungsebenen und Aufsichtsgremien sind mit Frauen besetzt. Dies zeigt die erste Studie des neu gegründeten Vereins Fair Share of Women, der „Fair Share Monitor 2020“. Allerdings ist die Datenlage der Auswertung dünn: Gerade mal 31 Organisationen hat der Verein für die Studie befragt.

Eine größer angelegte Studie zu dem Thema hat allerdings 2017 die Politikwissenschaftlerin Annette Zimmer im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt. Und auch sie kam zu ähnlichen Ergebnissen: Demnach seien über 75 Prozent der Belegschaft von Non-Profit-Organisationen weiblich. Auf Führungsebene seien Frauen jedoch „kaum beteiligt“.

HTTPS://WWW.FAIRSHAREWL.ORG/…
HTTPS://WWW.ZEIT.DE/…
HTTPS://WWW.BMFSFJ.DE/…

Weniger Menschen spenden

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Die Zahl der privaten Spender in Deutschland ist zurückgegangen, meldete der Deutsche Spendenrat e.V. nach Erhebung der Zahlen von Januar bis September 2019. Bis Ende September seien zwar mit 3,26 Milliarden Euro nur 1,3 Prozent weniger Spenden eingenommen worden als im Vorjahreszeitraum. Doch hätten mit 15,7 Millionen Menschen rund 800.000 Menschen weniger als im Vorjahreszeitraum gespendet. Für die Statistik befragt die Gesellschaft für Konsumforschung jeden Monat rund 10.000 Menschen. Jeweils zu Jahresbeginn veröffentlicht der Spendenrat die komplette Statistik unter dem Titel „Bilanz des Helfens“.
Die Spendenorganisation „Aktion Deutschland Hilft“, die am 2. Dezember 2019 einen Anstieg der Spendensumme in den ersten elf Monaten 2019 um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr meldete, bestätigte auf Nachfrage von bürgerAktiv den rückläufigen Trend. Zwar sei im Vergleich zu 2018 die Zahl der Spender gestiegen. Gegenüber 2017 sei sie jedoch rückläufig.

www.spendenrat.de/…
www.aktion-deutschland-hilft.de/…