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    Studien und Umfragen

    Genossenschaftsbanken: Förderung vor Ort

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    Mit insgesamt 145 Millionen Euro haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken 2017 vor Ort vor allem Kinder und Jugendliche, alte Menschen und Sport gefördert. Diese Zahl veröffentlichte der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem Engagementbericht 2017. 106 Millionen der Summe gingen als Spenden an regionale Vereine, Institutionen und soziale Einrichtungen, rund 30 Millionen Euro flossen als Sponsoring in Veranstaltungen und Aktionen. Darüber hinaus gaben die genossenschaftlichen Bankinstitute rund zehn Millionen an geldwerten Leistungen für gemeinnützige Zwecke aus. Gewachsen ist auch das Stiftungsvermögen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, und zwar auf 301 Millionen Euro – 2010 lag es noch bei 140 Millionen Euro. Aus den Erträgen standen für die Förderung gemeinnütziger Zwecke neun Millionen Euro zur Verfügung.

    www.bvr.de/…

    Social Impact Bonds: Nur das Ergebnis zählt

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    Social Impact Bonds, bei denen private Investoren eine soziale Dienstleistung vorfinanzieren und im Erfolgsfall vom Staat das Geld mitsamt einer Rendite zurückerhalten, werden bislang noch in Modellprojekten erprobt. Die Studie “Der Social Impact Bond – Konzept und Implementierung” wertet die Forschungsliteratur zu Social Impact Bonds in verschiedenen europäischen Ländern aus und stellt fest, dass eine Skalierung nicht in Sicht ist, selbst wenn, wie in Deutschland, die Bewertung eines Bonds positiv ausfällt (bürgerAktiv berichtete). Inhaltlich kritisieren die Autoren Prof. Dr. Monika Burmester, Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt (beide Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe) und Dr. Gertrud Kühnlein (Sozialforschungsstelle Dortmund), dass die Bonds ihre Wirkungsorientierung rein auf das Ergebnis ausrichten, das den Kreditgebern die Rückzahlung ihrer Investition ermöglicht. Die Interessen der Klientinnen und Klienten spielten in der Wirkungsmessung keine Rolle. Die Studie ist als Working Paper der Hans-Böckler-Stiftung erschienen.

    www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_089_2018.pdf

     

    Influencer: Twitter und die Super-Stars

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    Vorbilder sind wichtig. Manche von ihnen heißen “Influencer” und sind Menschen, die in den sozialen Medien den Ton angeben. Neben Naturtalenten wie den Mitgliedern der Familie Kardashian gibt es auch Influencer, die etwas gelernt haben und sich für gute Sachen einsetzen. So führt der Schauspieler Leonardo DiCaprio die Liste “Celebrities in Sustainability” – Prominente für Nachhaltigkeit – an, und in der Nachbarrubrik “Campaigners” – Kampagnenmacher – rangiert Ex-US-Präsident Al Gore mit seinen Umweltschutz-Tweets auf Platz 1. Genau: Um Twitter-Nachrichten geht es hier. Wie viele Menschen ihnen folgen und sie liken, hat die Beratungsgesellschaft onalytica untersucht und in ihrer Studie “Sustainability Top Influencer, Brands and Publications” veröffentlicht. 3,8 Millionen Twitter-Meldungen, ihre Reichweite und Resonanz, wurden analysiert. Allein DiCaprio, der gegen den Klimawandel kämpft, hat 18 Millionen Follower. Vielleicht lässt sich die Erde ja doch noch retten.

    umweltdialog.de/de/management/auszeichnungen/2018/Wer-sind-die-Top-Influencer-der-Nachhaltigkeit.php

     

    Senioren: Engagement hängt vom Wohlstand ab

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    Ältere Menschen, die in wohlhabenden Regionen mit guter Infrastruktur leben, engagieren sich häufiger als Senioren in wirtschaftlich schlechter aufgestellten Regionen. Das hat das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) einer Auswertung des von ihm verantworteten Freiwilligensurveys entnommen. Auch einkommensschwächere Senioren, die sich insgesamt weniger engagieren als ihre wohlsituierten Altersgenossen, seien aktiver, wenn sie gute Rahmenbedingungen hätten wie beispielsweise einen guten öffentlichen Nahverkehr.

    www.presseportal.de/pm/131425/4011694

    Studierende: Mehr Anerkennung gewünscht

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    30 Prozent der Studierenden, die sich an ihrer Hochschule oder aus ihrem Studienzusammenhang heraus engagieren, fänden es wichtig, studienrelevante Leistungspunkte dafür zu bekommen – doch nur 15 Prozent erhalten tatsächlich welche. Und nur ein Drittel der genannten Studierenden erhält ein Zertifikat für ihr Engagement; zwei Drittel jedoch hätten gerne einen solchen Nachweis. Das ist eines der Ergebnisse der Studie “Teilhabe durch Engagement” von Susanne Huth, Geschäftsführerin der INBAS-Sozialforschung GmbH, die im Mai 2018 von der Stiftung Mercator GmbH veröffentlicht wurde. Die Studie ergab auch, dass die Engagementquote mit dem Bildungsgrad steigt. Während Schüler und Studierende mit höher gebildeten Eltern und ohne Migrationshintergrund sich überdurchschnittlich häufig gesellschaftlich engagieren, nivelliert sich dieser Hintergrund, wenn die jungen Menschen selbst gut gebildet sind – also spätestens an der Hochschule: Hier lässt sich der Studie zufolge kein statistischer Zusammenhang mehr zwischen Elternhaus, Herkunftsort und Engagement feststellen, wenn das Engagement im Zusammenhang mit der Hochschule steht. Datenbasis für die Studie waren der Freiwilligensurvey 2014, die Shell Jugendstudie 2015 und eine Befragung von rund 2000 Studierenden.

    www.stiftung-mercator.de/de/publikation/teilhabe-durch-engagement/

    Ethik: Herausfordernde Standards

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    Ethische Standards in Unternehmen umzusetzen, überfordert viele Mitarbeiter: Das hat die internationale Studie “Ethics at Work 2018” ergeben. Zusammen mit weiteren Partnern befragte das Londoner Institute of Business Ethics (LEIZ) im Februar 2018 mehr als 6.000 Beschäftigte in acht europäischen Ländern. Gefragt wurde unter anderem, wie die Beschäftigten die Ehrlichkeit ihrer Kollegen einschätzten, und ob sie bereit seien, Fehlverhalten zu melden, was nur 54 Prozent aller Befragten bejahten.
    Eine Herausforderung stellt auch die nichtfinanzielle Berichterstattung nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) für die Beschäftigten dar. Eine Befragung unter deutschen Unternehmen ergab, dass einerseits die Berichterstattungspflicht dem Thema Nachhaltigkeit in den Unternehmen mehr Aufmerksamkeit beschert. Andererseits führten unterschiedlich interpretierbare Formulierungen im Gesetz zu Unsicherheit, wie die Anforderungen im Konkreten umzusetzen seien.

    www.ibe.org.uk/userassets/publicationdownloads/ibe_survey_report_ethics_at_work_2018_survey_of_employees_europe_int.pdf

    www.globalcompact.de/wAssets/docs/Weitere-Themen/CSR-RUG-Studie_DGCN-und-econsense_online.pdf

    Rheinland-Pfalz: Höchste Vereinsdichte

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    Die Vereinsdichte in Rheinland-Pfalz ist die höchste in Deutschland. In den vergangenen acht Jahren ist die Zahl der Vereine um rund 2.500 auf 38.000 angestiegen. Diese Zahlen ermittelte der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft. Auch bei der Engagementquote liegt das Land nach Angaben der Staatskanzlei an der Spitze mit 1,7 Millionen ehrenamtlich engagierten Bürgern. Ungeachtet dieser Zahlen wünschen sich die Vereine Bürokratieabbau. So koste die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) allein die Sportvereine im Land 312.000 zusätzlich ehrenamtliche Arbeitsstunden, sagte der Geschäftsführer des Sportbunds, Joachim Friedsam, einem Bericht des Trierischen Volksfreunds zufolge.

    www.volksfreund.de/nachrichten/rheinland-pfalz/rheinland-pfaelzer-sind-wahre-vereinsmeier_aid-23826907

    AWV: Zuwendungspraxis modernisieren

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    Zu viel Bürokratie stellt gemeinnützige Organisationen vor große Herausforderungen. Besonders kleinere Vereine und Stiftungen schreckten vor der Beantragung von Fördermitteln zurück, da umfangreiche Berichts-, Nachweis- und Dokumentationspflichten drohten, heißt es in dem Impulspapier “Modernisierung der Zuwendungspraxis für den Dritten Sektor”. Die Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. (AWV) hat es im Juni 2018 veröffentlicht. Die Autoren machen 30 Vorschläge zur Modernisierung der Zuwendungspraxis. An gemeinnützige Organisationen richten sie den Vorschlag, die Anerkennung etwa von Overheadkosten wie Personalausgaben, Bürokosten, Mieten durch Verwaltungskostenpauschalen einzufordern, wo diese bisher nicht zugestanden worden sind. An die Öffentliche Hand geht die Mahnung, dass private Spenden nicht den Zweck haben, den Haushalt des Zuwendungsgebers zu entlasten und daher nicht generell den Zuwendungsbedarf reduzieren. Die entsprechende Regelung in den Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen solle geändert werden.

    www.awv-net.de/fachergebnisse/themenfokus/zuwendungspraxis/zuwendungspraxis.html

    www.awv-net.de/upload/pdf/Zuwendungspraxis/AWV-Impulspapier-Modernisierung-der-Zuwendungspraxis-fr-den-Dritten-Sektor.pdf

    VM: Interesse an Nonprofit-Organisationen

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    Wohltätige Organisationen und Sportvereine liegen hoch im Kurs bei vielen Schweizern, sowohl, was das allgemeine Interesse betrifft als auch die Bereitschaft, sich selbst zu engagieren. Das ist das Ergebnis einer Studie der wamag | Walker Management AG, deren zuständige Bereichsleiterin Nina Hänsli eine Zusammenfassung in der Zeitschrift Verbands-Management (VM, 44. Jg. 1/2018) veröffentlicht hat. Sie ging auch der Frage nach, wie Organisationen die sogenannten Millenials (zwischen 1980 und 2000 Geborene) als Arbeitnehmer für sich gewinnen können. “Es zeigte sich, dass es zwar generationenspezifische Unterschiede gibt, diese sind jedoch nicht konstant”, schreibt Hänsli. Vielmehr seien die Millenials kritisch gegenüber Hierarchien und auf der Suche nach Sinnstiftung. “Millenials sind nicht daran interessiert, sich an Regeln zu halten, die für sie keinen Sinn machen – sie wollen Ziele, an welche sie intrinsisch glauben, erreichen”, so Hänsli. Der Beitrag hat den Titel “Wie denkt die Schweiz über Nonprofit-Organisationen?”.

    www.vmi.ch/

    Diakonie: Hilfsorganisationen nicht mehr so bekannt

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    Alle traditionellen großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen haben beim Bekanntheitsgrad eingebüßt, meldet das Sozialwissenschaftliche Institut der Evangelischen Kirche Deutschland (SI EKD) nach Auswertung einer bundesweiten repräsentativen telefonischen Erhebung unter 2.001 Teilnehmern ab 14 Jahren. So kannten bei der Vorgängererhebung 2001 noch 99 Prozent das Deutsche Rote Kreuz, 2016 waren es noch 91 Prozent. Besonders starke Einbußen hatten die Arbeiterwohlfahrt (von 91 auf 63 Prozent), die AIDS-Hilfe (von 88 auf 59 Prozent) und das Müttergenesungswerk (von 81 auf 55 Prozent). Die Diakonie, die Wohlfahrtsorganisation der evangelischen Kirche, war nur 2001 für 84 Prozent ein Begriff, 2016 noch für 70 Prozent. Noch schlechter haben sich in der Bevölkerung die Einschätzungen entwickelt, ob eine Organisation unterstützungswürdig ist. Hier sanken die Werte beispielsweise beim Kinderhilfswerk UNICEF von 87 auf 54 Prozent, bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International von 71 auf 52 Prozent und bei der Deutschen Krebshilfe von 93 auf 72 Prozent. Auch die Diakonie verzeichnete hier Verluste. Der Studienbericht nennt Alter und Neugründungen von Vereinen als mögliche Ursachen für die Entwicklungen. Er wurde unter dem Titel “Nah dran? Trends zu Bekanntheit und Image der Diakonie” von Petra-Angela Ahrens in der Reihe SI Kompakt veröffentlicht, Ausgabe 2-2018.

    www.si-ekd.de/download/SI-Kompakt_2-2018_final.pdf

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