500.000 Euro reichten ihm, um sich sicher zu fühlen und nötigenfalls um andere zu kümmern. Deshalb habe er die restlichen 4,5 Millionen Euro seines Vermögens gestiftet, sagte der Mitbegründer der App Blinkist, Sebastian Klein, im Interview mit dem Tagesspiegel. „Mein Eindruck war: Diese Millionen sind jetzt zu viel. Es passieren Dinge, die für mich als Individuum schlecht sind, und für den Rest der Gesellschaft“, sagte er. Allein darüber nachzudenken, wie er das ganze Geld gewinnbringend anlegen könnte, habe wahnsinnig viel Raum eingenommen. Klein gründete mit seinem Vermögen einen gemeinwohlorientierten Investmentfonds Karma Capital, der unter anderem in Verantwortungseigentum investiert und gemeinwohlorientierte Medienprojekte fördert. Er ist auch Mitglied der Initiative taxmenow, die sich für eine höhere Besteuerung reicher Menschen einsetzt. Das Interview führte Ruth Ciesinger. Es erschien am 14. April 2026 unter dem Titel „Ich kenne viele Leute, die sich mit einem Millionenvermögen arm fühlen“.
Tagesspiegel: „Diese Millionen sind zu viel“
, Ausgabe 276 April 2026