taz / Welt: Von Bürgerstaat bis Zivilökonomie

Unterschiedliche Modelle des Staatsbürgers vertreten zwei Autoren der tageszeitung und der Welt: Reinhard K. Sprenger beklagt in der Welt vom 19.10.2009, dass der deutsche Staat den Bürgern eine bestimmte Lebensführung vorschreibe und ihnen damit die Souveränität entziehe. Sprenger sieht diverse Möglichkeiten, „Vom Staatsbürger zum Bürgerstaat“ zu gelangen: Senkung der Staatsquote, Freiwilligkeit von Steuern, die Freiheit, über den ‚Kauf‘ von Sozialleistungen selbst zu entscheiden, und die Wiederbelebung des Lokalen: „Die Bürger vor Ort wissen selbst am besten, was gefördert und was verhindert werden soll.“ – Laut taz wird der Staatsbürger selbst aktiv. Hannes Koch tritt am 19.10.2009 etwa für eine „Enteignung der Banken“ ein: Anleger könnten ihr Vermögen abziehen, um es anschließend sozial- und umweltverträglich zu re-investieren. In den Zuwachsraten ethischen Investments ebenso wie in den zunehmend bewussten Kaufentscheidungen erkennt Koch erste Ansätze für die Herausbildung einer „Zivilökonomie“ – einer Alternative zur „Konfliktökonomie des Finanzkapitalismus“.

, Ausgabe 95 Oktober 2009
Stiftung Aktive Bürgerschaft
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