Teilhabeatlas: Wahrnehmung und Realität korrelieren nur manchmal

    Ein Viertel der Bevölkerung bezieht Hartz-IV-Leistungen, die Arbeitslosenquote liegt konstant bei elf bis zwölf Prozent: Unübersehbar gehört Gelsenkirchen zu den benachteiligten Regionen in Deutschland, und so nehmen es auch die Bewohner wahr. Besser ist die Situation dagegen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg. Trotzdem zählen sich auch dort manche Menschen zu den Abgehängten – weil kleine Läden schließen, das Internet lahmt und die Verkehrsanbindung schlecht ist, auch wenn Bürgerbusse und Genossenschaften manche Lücken stopfen. Beide Erkenntnisse finden sich im „Teilhabeatlas Deutschland“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der Wüstenrot Stiftung. Nicht immer stimme die Wahrnehmung mit den Fakten überein, heißt es. Eindeutige Faktoren dafür seien nicht auszumachen. Für die Untersuchung wurden 401 Kreise und kreisfreie Städte einer Clusteranalyse unterzogen und Bürger in 15 exemplarischen Regionen in Einzelinterviews und Gruppendiskussionen befragt.

    www.berlin-institut.org/…

    Ausgabe 203 August 2019