Thüringen: Transparente Gehälter von Managern in der Sozialwirtschaft – Anhörung

Der Thüringer Landtag hat Expertinnen und Experten zur Einführung von Transparenzvorschriften in der Sozialwirtschaft befragt: Sollen die Gehälter von Vorständen offen gelegt werden müssen? Während aus den Verbänden selbst Ablehnung geäußert wurde – unter anderen argumentierte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Christoph Stolte, es gebe bereits eine Vielzahl von Vorschriften und Prüfungen – warben Politiker der oppositionellen CDU wie auch der regierenden SPD für die Einführung eines Transparenzregisters. Skeptisch über die Machbarkeit äußerte sich allerdings der Rechtsprofessor der Fachhochschule Erfurt, Prof. Dr. Jörg Altmann. Dr. Holger Backhaus-Maul von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hinterfragte die bisherige Prüfungspraxis und empfahl, unabhängige Nonprofit-Organisationen zu Prüfungen heranzuziehen. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) sprach sich dafür aus, einen Kodex zu erarbeiten, mahnte aber, den Verwaltungsaufwand im Auge zu behalten und die inzwischen existierenden unterschiedlichen Register effizient zu verknüpfen. Hintergrund der Diskussion sind Vorwürfe überhöhter Gehälter gegenüber einer Tochtergesellschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

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Stellungnahmen zur Transparenz in der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen

, Ausgabe 234 Juni 2022