Textilindustrie: Unternehmen machen Rückzieher

    Nur wenige Unternehmen haben sich dem Bündnis für bessere soziale und ökologische Standards in der Textilindustrie angeschlossen, das der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller (CSU), am 16. Oktober 2014 offiziell gegründet hat. Große Discounter wie Aldi, Lidl, KiK, H&M, Puma und C&A haben nicht unterzeichnet, ebensowenig wie die Otto Group, der Gesamtverband Textil und Mode und der Einzelhandelsverband HDE. Auch die Umweltorganisation Greenpeace ist nicht dabei. Die Organisationen und Unternehmen hatten sich im Vorfeld an der Diskussion beteiligt, erklärten aber nun die Standards entweder für unrealistisch oder für unzureichend. Dem Bündnis beigetreten sind rund 30 Akteure, darunter Trigema, Vaude, die Kampagne für saubere Kleidung, Oxfam Deutschland e.V., Transparency International und auch der Deutsche Gewerkschaftsbund. Sie erklären ihre Bereitschaft, auf die “Erreichung der im Aktionsplan definierten Bündnis-Standards” hinzuarbeiten.

    , Ausgabe 150 Oktober 2014