Unternehmen finden Engagement für die Demokratie wichtig und möchten etwas tun, doch zwischen Haltung und Praxis klafft eine Lücke – so lässt sich die Studie „Unternehmen in der Demokratie: besorgt, willens, gefordert“ zusammenfassen. Sie wurde am 6. Juli 2026 von der Bertelsmann Stiftung, dem Institut der deutschen Wirtschaft und der Universität St. Gallen veröffentlicht.
Demnach äußerten in der Befragung rund 60 Prozent der Geschäftsleiterinnen und Geschäftsleiter, dass Unternehmen sich für die Demokratie einsetzen sollten. 80 Prozent gaben an, sich in den vergangenen drei Jahren engagiert zu haben – allerdings oft intern mit Statements wie Wahlaufrufen oder im Unternehmensleitbild oder über ihre Netzwerke und Verbände. Nur 21 Prozent haben den Auskünften zufolge öffentlich mit Statements Position bezogen. Knapp zwei Drittel der Unternehmen geben mangelnde Ressourcen als Grund an, sich nicht stärker zu engagieren, außerdem äußerte ein Teil der Befragten Zweifel an Wirksamkeit und Zuständigkeit des Engagements.