Von Kids für Kids – Engagement im Jugendzentrum 

15 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Scharnhorst in Dortmund gestalten Aufenthaltsräume und den Garten der Jugendfreizeitstätte „Das Zentrum“ neu. Dabei können sie nicht nur handwerkliches Geschick und Kreativität zeigen, sie lernen auch einiges über Themen wie Vielfalt, Toleranz, Respekt oder auch Umweltschutz.

Schule und offene Jugendarbeit zu kombinieren, diese Idee steckt hinter dem Projekt „Sozial Genial! Von Kids und Jugendlichen für Kids und Jugendliche“, das die Siebt- und Achtklässler im Wahlpflichtbereich gewählt haben. Sie sollen Selbstwirksamkeit erleben, indem sie einen Treffpunkt nahe ihrem Zuhause aktiv mitgestalten, und erkennen, dass Engagement sich lohnt und nachhaltig ist. Zwei Schulstunden pro Woche engagieren sich die Schüler in der Jugendfreizeitstätte.

Das Projekt startete mit einer Begehung, um die Mitarbeiter und die Einrichtung kennenzulernen. Anschließend überlegten die Schüler, dass sie sich einen Outdoor-Bereich vornehmen wollten, der bisher nur eine Abstellgelegenheit war. Seitdem entsteht dort ein Outdoor-Chill-Bereich, für den sie herumliegende Paletten in Gartenmöbel und Pflanzenkästen verwandeln und neue Graffiti sprühen.

Im Zentrum ist stets ein Mitarbeiter dabei, um die Jugendlichen zu unterstützen. Jede Doppelstunde beginnt mit einer Einweisung, dabei geht es um Schutzkleidung, Atemschutz oder den Einsatz von Geräten. Bei der Umsetzung können die Schülerinnen und Schüler auch Fachwissen aus dem Technik- oder Kunstunterricht einbinden. „Für unsere Schüler ist es wichtig, dass sie am Konkreten lernen“, erläutert Marielle Zeidler, „alles theoretische Wissen greift, wenn sie wissen, wofür sie das brauchen.“

Eine Wand verschönerten die Schüler mit dem Graffito „Willkommen“, drumherum übersetzten sie das Wort in viele andere Sprachen. Als sie überlegten, welche Sprachen sie im Alltag hören, erkannten sie, wie bunt ihr Stadtteil Scharnhorst ist. Vielfalt, Toleranz und Respekt, konkret erlebbar, griffen viel mehr, als lediglich Texte zu diesen Themen zu lesen, so die Lehrkraft.

Der Wahlpflichtkurs wird benotet: Workshops, etwa zu Graffiti, und Tutorials fließen in die Bewertung ein, ebenso der Theoriebereich, Handouts und das Feedback der Schüler zu Entwurf und Präsentation der Gestaltungsvorschläge.

Blick in die Zukunft: Die Schülerinnen und Schüler lernen durch das sozialgenial-Projekt einen Treffpunkt für ihre Freizeit kennen, der darüber hinaus die Möglichkeit bietet, Praktika zu machen und berufliche Kontakte zu knüpfen. „Netzwerkarbeit mit und in der Berufswelt ist grundsätzlich sehr wichtig an  unserer Schule, um unseren Schülerinnen und Schülern alle nur erdenklichen Möglichkeiten zu eröffnen. Es ist toll, Teil eines so engagierten Kollegiums zu sein und hier einen Beitrag leisten zu können“, betonte Marielle Zeidler.

Schule: Hauptschule Scharnhorst in Dortmund (NRW) | Schulform: Hauptschule | Dauer: ein Schuljahr | Engagiert: 15 Schülerinnen und Schüler, Jahrgang 7 und 8 | Partner: Jugendfreizeitstätte Scharnhorst „Das Zentrum“ | Im Stundenplan verankert: im Wahlpflichtbereich | Unterrichtsverknüpfung: Kunst, Technik, Biologie, Praktische Philosophie | Mehr Informationen zum Projekt: https://do.nw.schule.de/hs-scharnhorst/Sozial-Genial.html

Hauptschule, Integration und Teilhabe, sozialgenial, Umwelt- und Ressourcenschutz, Werte und Bildung, Wettbewerb sozialgenial-Projekt des Monats