Wachsender Druck – der Dritte Sektor unter der Lupe

    Öffentliche Zuwendungen an Vereine und gemeinnützige GmbHs gehen zurück. Auf den daraus entstehenden Kosten- und Konkurrenzdruck reagieren die Organisationen des Dritten Sektors mit Rationalisierung und Professionalisierung. Sie beschäftigen mehr als die Hälfte ihrer Mitarbeiter als Teilzeitkräfte oder Minijobber und mehr als ein Drittel ist befristet eingestellt. Zugleich nutzt die Mehrheit von ihnen betriebswirtschaftliche Instrumente wie Qualitätsmanagement und Controlling. Das sind erste Ergebnisse der Studie “Dritte-Sektor-Organisationen heute – eigene Ansprüche und ökonomische Herausforderungen”, die die Projektgruppe Zivilengagement am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) 2011 durchgeführt hat. Für die Studie wurden 12.000 Vereine, Genossenschaften, gGmbHs und Stiftungen befragt, mehr als 3.100 von ihnen haben geantwortet.
    Eine zweite Befragung ähnlichen Inhalts startet im September das Projekt Zivilgesellschaft in Zahlen (ZiviZ) der Bertelsmann Stiftung, Fritz Thyssen Stiftung und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. ZiviZ will 20.000 Organisationen nach Problemen und Strategien befragen und Daten zum bürgerschaftlichen Engagement erheben.

    , Ausgabe 125 Juli 2012