Engagement wird in wachsendem Maße zum Faktor in der Daseinsvorsorge – gleichzeitig ist jedoch mit einem Rückgang der Engagierten zu rechnen. Darauf machte Andrea Walter, Professorin an der Hochschule für Polizei und Verwaltung, im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) aufmerksam. „Derzeit gelten die Babyboomer tatsächlich als Hoffnungsträger. Wir wissen aber auch, dass das Engagement ab 75 Jahren deutlich abnimmt. Wenn die Babyboomer diese Altersgrenze erreicht haben, kann es sein, dass wir dies im Engagement deutlich spüren werden“, sagte sie und empfahl, den Blick auf jene Menschen zu richten, die bislang weniger engagiert sind: „Wir müssen Schwellen abbauen und Zugänge ermöglichen, etwa für Menschen mit Beeinträchtigungen oder mit Migrationsgeschichte.“ Ein Patentrezept gebe es jedoch nicht. Das Interview, das Anne Stratmann führte, erschien am 11. Juli 2026 unter dem Titel „Droht bald die große Ehrenamts-Rente? So steht es um das Engagement in NRW“.
WAZ: „Viele Aufgaben, wenig Zeit“
, Ausgabe 279 Juli 2026