ADAC: Weitere Skandale – Organisation soll reformiert werden

    Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) e.V. hat auch im Februar unrühmliche Schlagzeilen gemacht. So wurde beim Automobilpreis “Der gelbe Engel” in der Kategorie “Lieblingsauto der Deutschen” schon seit Jahren nicht nur die Zahl der abgegebenen Stimmen, sondern auch die Rangfolge der Fahrzeuge gefälscht. Das hat das vom ADAC selbst bestellte Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte ermittelt. In anderen Kategorien prämierte der Automobilclub unter anderem Fahrzeuge wegen umweltfreundlicher technischer Innovationen oder, als herausragende Persönlichkeiten, Vorstände aus Automobilkonzernen. Am 10. Februar 2014 meldete der ADAC den Rücktritt seines Präsidenten Peter Meyer. Am 25. Februar gab er bekannt, dass Geschäftsführer Dr. Karl Obermair seine Tätigkeit beenden und Marion Ebentheuer am 1. März 2014 in die Geschäfstführung eintreten werde. Am 11. Februar 2014 informierte der Club über einen Zehn-Punkte-Plan, mit dem er eine “transparente, zeitgemäße Organisation” etablieren wolle. Dazu setzt der ADAC einen Beirat ein. Dessen Mitglied Jürgen Heraeus, Vorsitzender von Unicef Deutschland e.V., wurde auf ZEIT ONLINE am 19. Februar 2014 mit den Worten zitiert: “Man muss NGOs, Vereine und Verbände letztlich genauso führen wie Unternehmen. Das hat sich aber noch nicht weit herumgesprochen.”

    , Ausgabe 142 Februar 2014